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Das Gute ist oft so nah




Nun hat ein neues Jahr begonnen. Was vor mir liegt ist für mich wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Es gibt so gut wie keine Pläne, und wenn, dann vage und eher als eine Möglichkeit. Wir werden aus dieser Pandemie vermutlich noch lange nicht rauskommen, da es zu wenig Zusammenhalt gibt. 
Die einen haben Angst vor Corona, die anderen Angst vor einer Impfung und die dritten haben Angst vor Fremdbestimmung. Frei ist, wer vor keinem dieser Punkte Angst hat.
Sich aus Solidarität den Bestimmungen zu beugen, die eine Regierung beschlossen hat (eine Regierung, die ich selbst gewählt habe) ist für mich selbstverständlich.
Das Reisen fehlt mir, das muss ich zugeben. Aber nun habe ich begonnen, die nahe Umgebung neu zu entdecken. Im Internet fand ich die Koordinaten zu einer 450 Jahre alten Eiche, 33 Meter hoch, sieben Meter Umfang, ganz in meiner Nähe, zu Fuss erreichbar. Das Naturdenkmal ist nicht ausgeschrieben, es finden sich keine Wegweiser. Ich musste durch den Wald stapfen und fand - nichts. Drei Anläufe habe ich unternommen, einen mit meinem Mann, der sich durch dorniges Unterholz kämpfte, bis seine Nase blutete. 
Erst beim dritten Anlauf stand ich dann plötzlich vor ihr, gar nicht weit von dort, wo wir gesucht hatten, aber wie es manchmal so ist: Man sah den Baum vor lauter Wald nicht!
Welch eine imposante Erscheinung, was für ein magischer Moment. Eine einzigartige Stimmung. Ich vermute, diese alte Eiche bekommt nicht sehr oft Menschenbesuch, und das macht den Ort umso unberührter.
Manchmal muss man gar nicht weit reisen, um etwas ganz und gar Wunderbares zu erleben. Vielleicht will Corona uns das auch lehren.
Wie wäre es, wenn du heute versuchst, auf Entdeckungsreise in deiner unmittelbaren Umgebung zu gehen?