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Kein Wunder, dass der Himmel weint



Ja, ich glaube an Gott. Nicht gerade daran, dass da oben ein älterer Herr mit weißem Bart gütig auf mich runter schaut. Aber ich glaube an die göttliche Kraft, die mir begegnet in allem was gütig und hilfreich ist. Und ich glaube daran, dass diese Kraft so unfassbar groß ist, dass wir Menschen sie kaum begreifen können und uns deshalb Bilder suchen, die diese Kraft wenigstens andeutungsweise einfangen.
Und so stelle ich mir vor, dass diese göttliche Kraft uns Menschen diese Welt zur Verfügung gestellt hat, um uns in Eigenverantwortlichkeit und Liebe zu üben.
Das gelingt uns leider oft nicht gut. Dann bietet diese göttliche Kraft Hilfen an.
Sicher kennen einige von euch diese Geschichte:

Ein gläubiger Mensch rettet sich während einer riesigen Überschwemmung auf das Dach seines Hauses. Die Fluten steigen und steigen. Eine Rettungsmannschaft kommt in einem Boot vorbei und bietet an, ihn mitzunehmen. „Nein, danke“, sagt er, „Gott wird mich retten.“ Die Nacht bricht an, und das Wasser steigt weiter. Der Mann klettert auf den Schornstein. Wieder kommt ein Boot vorbei, und die Helfer rufen: „Steig ein!“ – „Nein, danke“, erwidert der Mann nur. „Gott wird mich retten.“ Schließlich kommt ein Hubschrauber. Die Besatzung sieht ihn im Scheinwerferlicht auf dem Schornstein sitzen, das Wasser bis zum Kinn. „Nehmen Sie die Strickleiter“, ruft einer der Männer. „Nein, danke“, antwortet der Mann, „Gott wird mich retten.“ Das Wasser steigt weiter, und der Mann ertrinkt. 
Als er in den Himmel kommt, beschwert er sich bei Gott: „Mein Leben lang habe ich treu an Dich geglaubt. Warum hast Du mich nicht gerettet?“ Gott sieht ihn erstaunt an: „Ich habe dir zwei Boote und einen Hubschrauber geschickt. Worauf hast Du gewartet?“

Gott kann sich uns eben mit seinen Wundern nur zeigen, indem er ganz profan das nutzt, was für uns sichtbar und erkennbar ist. Dass wir es dann trotzdem nicht sehen wollen, ist schlicht Dummheit. Kein Wunder, dass der Himmel weint.