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Du musst das Leben nicht verstehen...


In diesen Tagen sind wir alle mehr oder weniger infiziert. Die Nachrichten widersprechen sich manchmal, die Thesen und Mutmaßungen helfen nicht wirklich, denn wir sind angesichts einer nahezu unsichtbaren Bedrohung einfach ohnmächtig.
"Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest...", schreibt Rilke und zusammen mit seinem Gedicht "Jetzt wär es Zeit..." geht es mir dieser Tage durch den Kopf, manchmal spreche ich es auch laut, dann hört es sich an wie ein Trost.
Ich habe das Glück, dass ich nicht allein zuhause bin und jederzeit in die Natur kann. Das Wahren von Distanz macht uns deutlich, wie sehr wir letztlich doch die Nähe brauchen, aber eben nicht diese scheinbare Nähe, diese Pseudoumarmungen, sondern den Blick in die Augen, die wirklich anteilnehmende Frage: "Wie geht es dir?" Wir nehmen anders wahr, hören im Ton einer Stimme, die zu uns spricht, die Wärme und Zuneigung, sehen in Augen, dass wir gesehen werden.
Wie wichtig es auch ist, sich und andere nicht mit dem Corona-Virus anzustecken, genauso wichtig scheint mir, uns nicht mit Angst und Misstrauen infizieren zu lassen. Es gilt, zu vertrauen, dass sich die Zeiten auch wieder ändern, dass wir daraus im besten Falle etwas lernen, dass wir wertschätzen, was wir haben, und "Anfang glänzt an allen Bruchstellen unseres Misslingens".

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