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Manchmal sag ich NEIN, wenn ich JA zu mir selber mein


Bei mir ist es mittlerweile 40 Jahre her, als ich das erste Mal für eine bessere Umwelt demonstrierte. Damals war ich 16. Hätte es Fridays for Future gegeben, wäre ich mit meinen Freundinnen dabei gewesen. Wir trugen Kleider aus Kleidersammlungssäcken. Das fanden wir nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kreativ. Zudem hatten wir kein Geld für Markenklamotten. Wir kämpften darum, dass Flüsse und Wälder nicht zugebaut werden, wir demonstrierten gegen AKWs und für den Frieden. Diese Zeit hat mich geprägt. Es war wichtig, das alles zu tun, Werte zu verteidigen, zu spüren, was mir wertvoll war und immernoch ist. 
"Manchmal sag ich NEIN, wenn ich JA zu mir selber mein" habe ich neulich in einem Lied gehört.
Diese jungen Menschen müssen drastisch NEIN sagen, wenn sie ein JA für sich selber leben wollen.
Unsere Demonstrationen damals haben nach außen hin nicht viel bewirkt. Für mich aber hat es bedeutet, dass ich mein Leben lang innerhalb meiner Möglichkeiten so umweltbewusst und nachhaltig lebe, wie es eben in dieser Gesellschaft und diesen Strukturen möglich ist. Dass Demos von jungen Menschen heute eine ganz andere Beachtung finden und tatsächlich weltweit etwas bewirken, kann ich nur begrüßen. Es mag sein, dass einige Jugendliche nur halbherzig dabei sind, aber der Großteil wird eine Veränderung spüren und eigene Werthaltungen entwickeln, die nachhaltig sind.