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Lebendige Kommunikation braucht Resonanz


Hier kommt der vierte und letzte Teil meines Gespräches mit Jahn Graf. Was mich bei ihm so für ihn eingenommen hat ist, dass er wirklich in Resonanz gehen kann. Wir sind nach dem Interview noch zusammengesessen und unsere Unterhaltung behielt diese Qualität. Ich hatte die Gelegenheit, auch ihm Fragen zu stellen, die mich interessierten.
Wieviele Menschen wissen eigentlich noch, was eine Gesprächskultur ist? Ein echtes Gespräch braucht Resonanz, braucht Nachfragen, braucht Blickkontakt und gegenseitiges Interesse und Neugier. Es ist ein Nehmen und Geben. Ein Gespräch ist immer Horizonterweiterung und Inspiration.

Die Komfortzone ist keine Option


"In der Komfortzone erlebt man selten überschäumende Lebensfreude" - ist ein Zitat von Jahn Graf😄 zwar nicht in diesem Teil des Interviews, aber wir sprechen es an. Wie mich Nils Jent immer wieder aus der Komfortzone holt, erfahrt ihr hier.
Außerdem: Was ist denn nun eigentlich Inklusion?

Jeder Mensch will gesehen werden

Im zweiten Teil des Interviews, das Jahn Graf mit mir geführt hat, fragt er mich zu meiner Arbeit mit "schwierigen" Jugendlichen. Und am Ende gibt es sogar sowas wie einen "Cliffhanger" ;-) nämlich: Inklusion steckt in den Babyschuhen!
Aber schaut selbst.
Ihr könnt es auch direkt auf youtube anschauen und dort liken und sogar abonnieren und damit Jahn Grafs wertvolle Arbeit unterstützen.

Petra goes YouTube


Während einer Veranstaltung zu der ich Prof. Dr. Nils Jent begleitete, lernten wir Jahn Graf kennen, der dort auf dem Podium interviewt wurde. Jahn ist YouTuber und interviewt seinerseits Menschen die sich auf unterschiedlichste Art und Weise im Bereich Inklusion, Diversity und dem Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung engagieren. Seine spezielle Art von Humor, seine Beobachtungsgabe und Empathie haben mich gleich für ihn eingenommen.
So hatte er wirklich leichtes Spiel, mich für ein Interview zu bekommen. Und das, obwohl ich gerade was Videos angeht, sehr publikumsscheu bin. Ich habe mich diesem Medium bisher immer verweigert, es brauchte einfach das richtige Gegenüber. Jahn ist für mich ein Gesprächspartner, der mich schnell vergessen ließ, dass da eine Kamera läuft. Auf subtile und feine Art lenkte er das Gespräch genau so, wie wir es abgesprochen hatten, auch wenn der Inhalt nur in etwa abgesteckt war.
Das insgesamt 60minütige Interview wird in 4 Teilen zu sehen sein, hier ist der erste. Am Schluss kann man es dann auch als Ganzes als Podcast streamen. Danke an Jahn Graf!

selbst bewusst


Wenn Menschen von Selbstbewusstsein reden, meinen sie eigentlich meistens Selbstüberzeugung. Zur Selbstüberzeugung gehört auch die Selbstdarstellung. Man stellt sich im Außen dar, wie man gern gesehen werden will. "Einen guten Eindruck machen" - ist ein Anspruch, der viele weitere nach sich zieht und uns ganz schön unter Druck setzen kann. So kann es dazu führen, dass wir uns immer weiter von unserem inneren Kern entfernen und einem Ideal hinterherrennen, dem wir kaum entsprechen können.
Als in einem Kurs neulich eine Frau bei der Vorstellungsrunde sagte, sie sei gerade etwas verunsichert und wisse deshalb nicht so recht, was sie sagen wollte, fand ich das sehr selbstbewusst.
Denn sie brachte authentisch das zum Ausdruck, was sie innerlich fühlte. Sie war sich also ihrer selbst bewusst. Und was sie sagte, war keine Selbstdarstellung, sondern ein Selbstausdruck. 
Diese Ehrlichkeit sich selbst und den anderen gegenüber wirkt sich auch auf den Körper aus: Der Atem fließt freier, weil wir uns nicht hinter Masken und Schein verstecken müssen. Der Druck, etwas Bedeutsames sagen oder darstellen zu müssen fällt weg. Stimme, Sprache und Körpersprache werden zu einer Einheit - man konnte es bei dieser Frau deutlich sehen.
Was übrig bleibt ist: Eine starke Persönlichkeit.


Jetzt wär es Zeit!



Jetzt wär es Zeit, Rainer M. Rilke, gesprochen von Petra Kopf


Im Workshop letzte Woche hat uns unter anderem ein Gedicht von Rainer Maria Rilke beschäftigt.
Welches Wort, welcher Satz klingt besonders bei dir an? - war die Frage.
Es war sehr spannend.

"Neue Seite"
"Noch einmal"
"Die Luft wie eine Scholle umzuschaufeln"
"Atemfeld"
"Leicht hinzutun"

Wie wir etwas aussprechen, hängt immer damit zusammen, was die Worte in uns bewegen und welche Bilder und Empfindungen wir damit verbinden.