Tanzen und Führen - auf die Klarheit kommt es an


Durch einen neuen Kontakt über Facebook bin ich ins Überlegen gekommen. In den letzten Jahren hat das Tanzen bei mir in den Workshops eine zweitrangige Rolle gespielt. Das lag daran, dass ich viel öfter angefragt wurde zu Stimme und Sprache. Da ich jedoch der Meinung bin, dass sich Sprache aus Rhythmus, Bewegung und Klang zusammensetzt, gibt es bei mir keinen Workshop, in dem nicht auch Bewegung eine Rolle spielt.
Ich würde gern mal einen Workshop für Kursleiterinnen anbieten, der zeigt, wie man Bewegungs- und Tanzelemente anleitet, die "bewegungsschüchterne" Menschen aus der Reserve locken.
Auch die Frage, wie man eine Gruppe oder auch einen Einzelnen führt, indem man durch Körperausdruck und Stimme Vertrauen aufbaut, finde ich spannend.
In meiner Tanztherapeutischen Ausbildung habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Gruppenarbeit in Rituale einzubetten, einen klaren Beginn und ein klares Ende zu setzen. All das spielt letztlich auch in allen unseren Begegnungen und in der Kommunikation mit Menschen eine Rolle. Ob ich einen Vortrag halte, als Lehrerin vor Schülern stehe, einen Artikel schreibe - immer geht es darum klare Zeichen zu setzen. Tanz ist nur dann ausdrucksstark, wenn es gelingt, Bewegungen mit dieser Klarheit auszuführen. Wer beim Tanzen nicht nur zappelt und sich freischüttelt (was durchaus auch erlaubt ist ), sondern sich mit Bewusstheit bewegt, wird zu enormer Präsenz gelangen.

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