Map My Day - Du kannst Behinderungen abschaffen!

 
 
Heute ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Wir diskutierten am Frühstückstisch darüber, ob  man Menschen mit Behinderung sagt oder behinderte Menschen oder Menschen mit Handicap oder Menschen mit Beeinträchtigung.
Ich persönlich finde, man kann ruhig von behinderten Menschen sprechen. Denn Tatsache ist doch, dass sehr viele Menschen, die nicht der Norm entsprechen, in unserer Gesellschaft behindert werden. Auch ich zähle mich ab und zu zu den behinderten Menschen, weil ich mich immer dann, wenn ich mit meinem rollstuhlfahrenden Freund unterwegs bin, mit vielen Hindernissen konfrontiert sehe. Behinderung ist deshalb ein Wort, das nichts beschönigt, nichts klein redet, sondern beim Namen nennt: Ein Hindernis, und meistens kommt es von außen. Heute ist auch ein Tag, an dem wir alle etwas tun können, um Behinderungen, die von außen kommen, abzuschaffen.
Raúl Krauthausen hat zusammen mit seinen Sozialhelden eine Wheelmap erstellt, das ist eine App, mit der man Orte kennzeichnen kann, die barrierefrei sind. Aber was (hallo!) ist eigentlich barrierefrei? Viele meinen, das ist, wenn man etwas, das im Weg ist, wegschafft. Ja und nein. Manchmal muss man auch was zusätzliches anbringen. Das sind Rampen für Rollstuhlfahrer, Griffe bei Toiletten, mit einer Hand bedienbare Seifenspender oder Treppenlifte.
Oben auf dem Foto sehen wir ein schönes Beispiel, wo etwas weggeschafft werden muss. Interessant, wie die Sankt Galler ihre behindertengerechten Parkplätze nutzen! Die Wheelmap hat uns schon oft geholfen, wenn wir ein Restaurant suchten, das barrierefrei ist, oder eine Toilette für Rollstuhlfahrer. Raúl ruft dazu auf, heute ganz besonders darauf zu achten, ob die öffentlichen Plätze, an denen ihr heute vorbeikommt, barrierefrei sind.
Wer sich aktiv beteiligen möchte, kann die Wheelmap runterladen und die jeweiligen Orte kennzeichnen. Es ist ganz einfach und hilft, Hindernisse abzuschaffen! Aber auch wenn ihr keine Wheelmap habt: es lohnt sich immer, mit mehr Achtsamkeit durchs Leben zu gehen. Einmal nicht den Fahrstuhl benutzen, eine Tür aufhalten - das kann schon viel helfen.

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