Sturz ins Innere - Ingeborg Bachmann über den Terror




Was können wir selbst dazu beitragen, dass es weniger Gewalt und Terror gibt? Können wir überhaupt etwas tun? Sind wir wirklich hilflos und müssen zusehen? Wo fängt der Terror an?
Ingeborg Bachmann schreibt dazu:
(...) Ich habe schon vorher darüber nachgedacht, wo fängt der Faschismus an. Er fängt nicht an mit den ersten Bomben, die geworfen werden, er fängt nicht an mit dem Terror, über den man schreiben kann in jeder Zeitung. Er fängt an in der Beziehung zwi­schen Menschen. Er ist dort, wo wir ihn nicht ver­muten, wo ihn niemand sucht, aber ein Schrift­steller hat ihn dort zu suchen, wo er wirklich ist. Der Faschismus ist das erste in der Beziehung zwi­schen einem Mann und einer Frau. Und ich habe versucht zu sagen in diesem Kapitel: hier, in dieser Gesellschaft, ist immer Krieg, es gibt nicht Krieg und Frieden, es gibt nur den ewigen Krieg.
( aus: Ein Tag wird kommen - Gespräche in Rom, Ingeborg Bachmann, Jung und Jung Verlag)

Der Keim der Verbrechen liegt in dem Wunsch, den anderen zu beherrschen, sagt Bachmann.

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