Warum ist das Buch besser als der Film?


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Jeder kennt das: Wenn das Lieblingsbuch verfilmt wird, ist man meist enttäuscht. Warum?
Beim Lesen arbeitet unsere eigene Fantasie mit. Wir gehen in Resonanz mit der Handlung, mit den Personen, gestalten mit, erweitern das Geschehen mit unserem eigenen Erfahrungsschatz. So wird das Buch zu "unserem" Buch, individuell und einzigartig. Im Laufe unseres Lebens gewinnen wir an Erfahrung dazu. So kann es sein, dass dasselbe Buch, wenn wir es nach Jahren erneut lesen, völlig anders bei uns anklingt. Plötzlich können wir Erkenntnisse daraus gewinnen, die vorher nicht da waren. Lesen ist ein schöpferischer, sehr kreativer Akt, während das Filmegucken einfach konsumieren bedeutet, Zeitvertreib, Zerstreuung und Amüsement. Etwas Fertiges wird uns serviert, aufbereitet mit der Fantasie Anderer. Klar, es kann inspirieren, faszinieren und es ist nichts dagegen zu sagen, auch mal nur das zu wollen, aber du selbst bist nicht schöpferisch beteiligt.
Wenn also jemand zu mir sagt: Stell doch ein Video ein, um deine Arbeit zu dokumentieren, dann muss ich genauso antworten: Lebendige Kommunikation ist immer so individuell wie die Menschen, die sich daran schöpferisch beteiligen. Ich kann daraus keinen Film machen und möchte es auch nicht. Meine Worte hier im Blog und auf meiner Webseite, sowie die dazu eingestellten Bilder geben genug Einblick. Was es wirklich ist und wie ich dabei wirke und Impulse gebe, das wird jede/r individuell erfahren und umsetzen, wenn er/sie dabei ist. Jede/r Teilnehmer/in wird schöpferisch und kreativ seine eigenen Erfahrungen hinzufügen und dadurch alle Mitbeteiligten bereichern. Am Ende gibt es soviel verschiedene "Filme" wie Teilnehmer.
Statt einem YouTube Video biete ich für alle Interssierte ein kostenloses persönliches Vorgespräch an.
 

1 Kommentar:

sissi hat gesagt…

Bücher sind wunderbar und manchmal gelingt es dem Regisseur, aus dem Stoff einen wunderbaren Film zu machen.

Im Alltag brauche ich das nicht. Ein Gespräch mit meinem Gegenüber ist lebendig. Irgendwann einmal war ich auf Besuch und der Gastgeber ließ ca. 200 Urlaubsfotos über den Beamer laufen. Niemand schaute zu und der Gastgeber konnte es nicht verstehen.
Ich versuchte, ihm nahe zu bringen, dass dort seine Erinnerungen einfließen, die die Gäste einfach nicht haben.
Nun schweife ich ab. Sorry.

Grüße von der sissi, die gerade ihren Gedanken freien Lauf lässt.