Ohne Beziehungsfähigkeit geht nichts

Hinter mir liegt eine ziemlich aufregende Woche, man könnte auch sagen anregend. Es begann letzten Mittwoch mit einem Vortrag zur Eröffnung der Frauenwirtschaftstage. Antje Schrupp sprach zum Thema Netzwerken. Wer gedacht hatte, hier würden ein paar schnelle Tipps und Tricks verraten, wie man sich Kunden angelt, der war sicher enttäuscht. Für mich war es einfach nur Genuss pur, von dieser sprachgewandten Frau das zu hören, was schon lange meine Meinung ist, was aber im allgemeinen "Erfolgs - und Leistungswahn" wenig populär scheint. 
Es geht nämlich nicht darum, nach Geld, Macht und Ansehen zu streben und dabei letztlich nur Kontakte zu pflegen, die einem von Nutzen sein könnten. Der wahre Erfolg, so sagt sie, besteht darin, dass wir etwas bewegen können, etwas bewirken können. Ein gutes Beispiel ist, wenn ich manchmal etwas frustriert bin, weil mein Blog nicht die tausend LeserInnen pro Tag hat, wie ich es mir wünsche und Kommentare auch nur spärlich sind. Heißt das, ich habe also keinen Erfolg mit Bloggen? Antje Schrupp sieht das anders. Sie meint, was nützt es, wenn tausend Leser begeistert "liken", und Jaja rufen, aber es bei keinem etwas wirklich bewegt? Ich erlebe es hin und wieder, dass mir jemand persönlich schreibt, wie und was der Lebenskünstler-Blog bei ihm oder ihr angestoßen hat. Das ist der Erfolg.
Um wirklich etwas bewirken zu können, müssen wir uns zusammenschließen, miteinander in Beziehung gehen. Gerade das zeichnet uns Frauen ja aus, dass wir beziehungsfähig sind, dass es uns Freude macht, Beziehungen zu pflegen. Doch echte Beziehungen brauchen Zeit. Und die wenigsten nehmen sich diese Zeit heutzutage noch. Im Gespräch nach dem Vortrag erzählte mir Antje Schrupp, dass sie sich seit Jahren mehrmals im Jahr mit einer Gruppe von Frauen trifft, die von überall her kommen. Sie nehmen sich Zeit, ein Wochenende miteinander zu verbringen. Es steht zunächst gar nicht mal ein bestimmtes Projekt vor Augen. Es geht einfach um das Treffen selbst, um den Austausch, um den "Mehr-Wert" den jede Frau mit ihrem Können, mit ihren Talenten, mit ihrer Inspiration, einbringt. Daraus entsteht dann etwas. Die Vielfalt des Austausches regt an, wirkt schöpferisch und entfaltet das wahre Potenzial von Miteinander.
Ja, das war Wasser auf meine Mühlen! Schon am nächsten Tag kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die sich für die Jahresfortbildungsgruppe "Lebendige Kommunikation" interessierte und die fragte, was nun besser sei, diese Gruppe oder mein anderes Angebot "12 Schritte zu dir selbst".
Für mich ist und bleibt das Kernstück meiner Arbeit die Jahresgruppe. Sie ist der wichtigste Baustein für ein Miteinander. Einige meiner Teilnehmerinnen  haben danach die 12 Schritte belegt, einfach um noch ein paar sehr persönliche Themen abzuklären, oder Themen aus der Jahresgruppe nach einiger Zeit wieder aufzufrischen.
Es ist wichtig, dass wir voneinander lernen, dass wir in Resonanz gehen miteinander. Nur so erfahren wir uns selbst in Bezug zu unseren Mitmenschen und lernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrzunehmen und damit fruchtbar umzugehen. Verschiedene Sichtweisen erweitern den Horizont. Sich dahin zu bewegen, das macht Spaß!
Antje Schrupps Vortrag hat mich im Sinn meiner Arbeit bestätigt und mir neue Inspiration gegeben.

...und das sagen meine Kursteilnehmerinnen über die Jahresgruppe klick hier

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