An den wildesten Orten


Du musst zu den wildesten Orten gehen. So heißt ein Kapitel aus einem Buch von Amelie Schenk über die Schamanin Galbe.
Dieser Satz ist hängen geblieben, ein bisschen wie ein Lebensmotto für mich. Denn wild sind die Orte zu denen ich gehe fast immer. Und damit meine ich nicht nur die Orte im Außen, vielmehr doch die, die in mir selbst sind. Das Leben läuft in gewohnten Bahnen, der Alltag hat seine Struktur, doch in meinem Inneren gehe ich verschlungene Pfade, entdecke Orte, von denen ich nur eine vage Ahnung hatte, dass sie existieren. Es stellen sich Fragen, die so tief gehen, dass ich mich selbst in Frage stellen muss. Immer wieder gilt es, neues dazuzulernen. Immer wieder fängt man von vorn an. Jemand begegnet mir und öffnet mir die Augen. Ich will es nicht glauben, was ich sehe, und doch ist es nun da. Wie konnte ich nur so blind sein?
Alles kann sich ändern, wenn man zu den wildesten Orten geht. Die Frage ist nur: Willst du dich ändern?
Ich will es, denn jede Veränderung lässt mich wachsen. Mag sein, dass es mir keiner ansieht. Vielleicht erscheine ich wie immer. Die Wahrheit aber ist: Ich bin an den wildesten Orten. Nur dort wirst du mich finden.

1 Kommentar:

sissi hat gesagt…

Wilde Orte...
ich überlege gerade, ob ich sie mag, diese wilden Orte. Mein Gefühl dafür gleicht einem Sturm, der mich aufwirbelt, durchschüttelt und aufgewühlt zurückläßt.
Eine ganz andere Empfindung, wie ich denke.
Ich darf sein, wie ich möchte. Wild und ungestüm, wachsen nach meinem Bedürfnis, unbeschnitten. Ich darf meine Fühler ausstrecken, alles erkunden, Grenzen überschreiten.
Doch wo führt mich das hin? Anders sein als die anderen, sich nicht anpassen, frei sein.
Meine Gedanken nach dem Lesen des Textes bekamen Flügel und ich ließ sie fliegen.... Danke für den inspirierenden Text...
lieben Gruss
sissi