Debüt in der Schweiz

Mein erster Workshop in der Schweiz! Zugegeben, ich hatte etwas Lampenfieber. Denn, was vielleicht vielen Schweizern nicht bewusst ist: Als Deutscher ist man dort im Ausland. Ich verstehe ihre Sprache, die für mich ja eine Art Fremdsprache ist, nicht immer und muss oftmals nachfragen. Umgekehrt verstehen sie meine Sprache aber sehr gut.
In einem Kurs, der mit "Die Kraft des gesprochenen Wortes" ausgeschrieben ist, dachte ich mir, kann ich es gleich offen aussprechen: Ich fühle mich schnell ausgegrenzt, wenn ich nicht alles verstehen kann.
Wie sich ziemlich bald herausstellte, war es kein Problem, denn Verständigung fand auf allen Ebenen statt. Wie im Flug verging die Zeit mit diesen herzlichen, interessierten Menschen. Ob auf hochdeutsch oder Mundart, jeder fand zu seiner eigenen Art des Ausdrucks. Worte wurden "gegessen", "einverleibt", mit allen Sinnen erspürt, sodass sie zur Körpererfahrung wurden. Erstaunlich, wie eindrucksvoll dann das gesprochene Wort wird. Ganz ohne Pathos, aber gefüllt mit Erfahrung.
Am Schluss bekam ich sehr schöne Komplimente, die ich natürlich ohne weiteres Nachfragen verstehen konnte: Ich sei so "labbig" :-)
Möglicherweise würde ein Deutscher dieses Wort mit lasch, oder läppisch übersetzen. Gemeint ist aber lebendig! Und so wie das Wort ausgesprochen wurde, gab es an der Bedeutung keinen Zweifel, auch nicht für eine Ausländerin wie mich!

Der nächste Termin in der Schweiz ist am 24.03. "Entwicklungsfelder öffnen". Ich bin schon sehr gespannt darauf und kann diese Tagung nur empfehlen!

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