Kürschendooch - also weeßte... Teil 1


Ich hatte ja schon begonnen, meine Erlebnisse aufzuschreiben, aber dann dachte ich, warts erstmal ab, vielleicht ist am Ende der Veranstaltung dein Eindruck ein ganz anderer. Und tatsächlich gab es eine Wende, doch davon später.
Meine Anreise war, wie schon befürchtet, trotz erster Klasseticket eine ziemliche Zumutung. Nachdem ich das nette Pfarrersehepaar aus Maulbronn aus den Augen verloren hatte, musste ich mir die weiteren fünf Stunden das endlos Geplapper einer hyperaktiven Mutter anhören, deren zwölfjähriger Sohn auch schon deutliche Ermüdungserscheinungen zeigte. Wir erfuhren alle im Abteil, was dieses Kind alles lernen muss und noch nicht kann...
Wen wundert es da, dass irgendwann, als das Abteil voller und voller wurde, ein Mann anfing zu kotzen? Wie gut, dass Mama Plastiktüten dabei hatte.
Meine Laune war auf null. Das Gute im Schlechten sehen, war grade unmöglich. Ich hielt etwa zwei Stunden den Atem an.
In Dresden angekommen, war dort natürlich längst der Ausnahmezustand. Ich kam gut bei meinen Gastgebern an und freute mich, dass sie mich unkompliziert an ihrem normalen Alltag teilnehmen ließen. Nicht mal der Hund schreckte mich ab.
Am Elbufer war der Bär am Tanzen. Volksfestatmosphäre, überall grünbetuchte Menschen, laute Musik. Ich war eher etwas befremdet.

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