Afrika - wo mein Herz schlägt Teil 3

Am Freitag ging gar nichts mehr. Der Verkehr in Dresden kollabierte. Ich saß in der Bahn fest und lenkte meine Gedanken zum schönen Abend in Radebeul, wo ich mich mit meiner Freundin Bärbel getroffen hatte, um Christina zu besuchen.
Irgendwann stieg ich aus der steckengebliebenen Bahn aus, und schlenderte durch das Szeneviertel von Dresden. Die nächste Bahn fuhr auch nicht weit. Wieder umsteigen. Als ich am Veranstaltungsort ankam, war längst alles vorbei. Ich stand verschwitzt draußen und sah mich um. Drei Frauen lächelten mich freundlich an. Eine aus Tansania, eine aus Indien und die dritte aus Papa Neuguinea. Drei Pastorinnen, die Entwicklungshilfe bei uns leisten wollten. So jedenfalls erzählte es mir der Missionar, der sie begleitete. Die drei wollten mal beobachten, wie das so bei uns ist, und was wir von ihnen lernen könnten. Joyceline, die Frau aus Tansania, eine richtige Mama Afrika, strahlte mich an. Schnell kamen wir ins Gespräch. She is very, very special, sagte sie immer wieder über mich, und ich musste lachen. Sie selbst war nämlich auch "very special".


Am Abend gab es dann für mich einen echten Höhepunkt. Und da es der Abend war, an dem Nina Hagen auftrat, war die Chance groß, dass ich einen Platz bekommen würde beim Konzert: From the Heart of Namibia. Die Gruppe Thlokomela trat auf und es war gigantisch! Stimme, Tanz, Ausdruck - mir liefen die Tränen übers Gesicht, weil ich an mein Mädchen aus der Kalahari erinnert wurde.
Es war genau das, was ich brauchte, um am nächsten Tag für meinen eigenen Workshop inspiriert und gestärkt zu sein.

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