Wie Sprache wirkt

Warum mich die Texte von Hildegard so faszinieren? In mir gibt es zwei Seiten, die miteinander im Wechselspiel und Austausch sind. Ich versuche Altes, Traditionelles mit neuen, originellen und zukunftsweisenden Ideen zu verbinden.

Hildegard von Bingen schrieb Vieles, das etwas von der Idee in sich trägt, die meine Arbeit leitet. Nichts in ihrer Weltanschauung ist abgetrennt, alles bleibt verbunden und in einem sinnhaften Gewebe. Auch die Sprache:

"Die vernunftbegabte Seele bringt ja mit dem Klang Worte hervor und vermehrt sie, wie ein Baum seine Zweige vermehrt. Von ihr gehen alle Kräfte des Menschen aus, wie von einem Baum die Äste."

Wir müssen einen neuen Bezug zur Sprache finden. Sprache, Worte, sind schöpferische Möglichkeiten, die uns erlauben, auf der nicht materiellen Ebene zu geben und zu nehmen, im Austausch zu sein, sich eingebunden zu fühlen und persönlich zu wachsen.
Entgegen der Vertreter der Meinung, Sprache sei etwas Trennendes, glaube ich genau das Gegenteil: Sprache, Worte, verbinden.
In meinen Kursen vermittle ich keine Business-Rhetorik. Was soll man mit diesen eintrainierten Floskeln, die jeder, der das Spiel kennt, durchschaut, und mit dem sich noch kaum jemand wirklich wohl gefühlt hat? So eine Art des Sprechens hat wirklich viel mit Manipulation zu tun und ist wie ein K(r)ampf. Insofern also doch trennend statt verbindend.
Bei mir geht es um eine "Sprache der Mitte". Man könnte sagen, um die Einheit von Gedanke, Wort und Tat.
Es kann gelingen. Wie? Das erfährt man in meinem Kurs ;-)

Am 17. und 18. September (übrigens der 831. Todestag von Hildegard), halte ich einen in Karlsruhe in der Wirkstatt. Deshalb an alle aus der Umgebung Karlsruhe: Sagt es weiter!

1 Kommentar:

RUDHI - Chance hat gesagt…

Diese Gedanken passen wunderbar zu meinem *Tusche-Geheimnis* von gestern...