Das Gefieder der Sprache

Dass trotz der Hitze so viele Menschen gestern zu unserer Lesung gekommen waren, war doch sehr erfreulich! Es hat mir Spass gemacht, mit Susanne über Hilde Domins Leben und Schreiben zu erzählen.
Komisch, dass man immer wieder aufgeregt ist, egal wie lieb und wohlwollend sich das Publikum zeigt.
Doch letztlich ist Aufregung und Lampenfieber einfach Ausdruck für den Respekt, den man dem ganzen entgegenbringt.
Nur an einer Stelle (ausgerechnet bei meinem Lieblingsgedicht) verwechselte ich eine Zeile, weil ich an einem Gesicht hängengeblieben war, aus dem mich zwei große, ernste Augen ansahen. Denn auch wenn mein Blick von einer leichten Kurzsichtigkeit getrübt ist, nehme ich doch so ziemlich alles wahr. Später sprach ich die mir unbekannte Frau an. Sie sagte, sie habe eine wichtige Erkenntnis gewonnen und sei so froh, bei unserem Vortrag gewesen zu sein.
Ja, das ist es, warum ich meine Arbeit liebe.

Kommentare:

Wolle Natur Farben Raum hat gesagt…

...wunderbar wenn man bzw. Frau so eine wohltuende Rückmeldung bekommt und auch herrlich wenn alles so stimmig ist. Für mich ist es leider zu weit, sonst hätte mich das Thema auch interessiert...und Beamen haben sie noch nicht erfunden ;-))
LG Anna

Lebenskünstler hat gesagt…

Stimmt, Rückmeldungen sind sehr wohltuend. Wer möchte nicht wissen, was die eigene Arbeit bewirkt. Es gibt ja so oft Zweifel, aber in solchen Momenten glaube ich dannn wieder an Sinnhaftigkeit.

M. Sigl hat gesagt…

Hilde Dormain - wertvoll und begleitend.-)) Schön das der Abend gelungen ist. liebe Grüße aus Bayern Manuela

musesuse hat gesagt…

NICHT MÜDE WERDEN SONDERN DEM WUNDER LEISE WIE EINEM VOGEL DIE HAND HINHALTEN.
HILDE DOMIN
Ja die kleinen und großen Wunder....
Mitmenschen begeistern, in sich gehen lassen, mitsingen, etwas in das rollen bringen, bewegen.....Das sind immer wieder Früchte unserer Mühen auch wenn das Lampenfieber manchmal heftig ist...So kann ich von vielen Erlebnissen erzählen wo durch gute Worte oder Lieder Herzen geöffnet worden sind,sich wieder mal mit Hesse oder überhaupt mit Poesie zu beschäftigen.Petra wir sind Botschafter.Über mich sage ich Pilgerer zwischen den Welten zu sein. So erbitte ich für unser Wirken den Göttlichen Segen und alles Liebe.
Grüße von Suse aus Jena