Kopenhagen - meine Großstadtliebe

Dürfte ich mir eine Stadt wählen, in der ich leben sollte, dann wäre es auf jeden Fall Kopenhagen. Immer wieder neu wird man hier inspiriert. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, ohne dass man dazu etwas besonderes tun muss, außer die Augen und Sinne wach halten und sich zu öffnen.
Und wie immer, landen Lone und ich dann an Orten, wo es etwas Spezielles für uns gibt. So kam es, dass wir einen direkten Nachfahren des ehemaligen Hofmarschalls vom letzten Zaren trafen. Er hat ein Antiquariat. Ein besonderes Bild der Zarin Maria Feodorowna, eine dänische Prinzessin, die eigentlich Dagmar hieß, fiel mir sofort auf. Und so erfuhren wir die ganze Geschichte, die dazu gehörte.
Wenig später kamen wir "zufällig" am ehemaligen Wohnhaus der Schauspielerin Johanne Louise Heiberg an, deren Biografie Lone vor wenigen Tagen in einem Rotkreuz Laden für ein paar wenige Kronen erstanden hatte. Diese Bücher sind wahre Prachtexemplare, mit Lederrücken und wunderbaren Bildern. Lone lacht oft beim Lesen und sagt: "Sie schreibt genau das, was du immer sagst!" Ja, das Leben am Theater war wohl immer schon gleich.
In dem selben Laden habe ich auch für nen Appel und ein Ei eine Presskaffeekanne gefunden, die es nirgendwo mehr gibt. Das Design ist aus den 80er Jahren und hat ein bisschen Bauhauscharakter.  Bodum und Alessi haben es versucht zu imitieren.
Überhaupt sind die Läden hier wahre Fundgruben. Da macht es wieder Spass, einzukaufen! Körbe, geflochten aus gedrehtem Altpapier! Ist das nicht eine geniale Idee? Dann haben wir Regencapes gefunden, die man als Picknickdecke (Fleece gefüttert) genauso benützen kann, wie als Tasche und als Kissen und eben als Regenschutz.
Kopenhagen ist ein Pool der Inspiration. Grünflächen, Gärten und Strände wechseln mit bunten Straßen, die unglaublich vielfältige Läden und Cafes schmücken.
Eine lustige Bank aus Marmor mit zwei Figuren, die aufeinander liegen, lud ein zum Ausruhen. Die Bibliotheken sind alle auch sehr interessant. Abgesehen davon natürlich die Museen. Allerdings sind die Antiquariate schon fast Museum genug. Hier findet sich wirklich alles an Gebrauchsgegenständen der letzten 200 Jahre. Und jede Menge Designermöbel, Lampen usw.
Was mir auffiel: Hier gibt es mehr junge Eltern als bei uns. Das Familienleben wirkt unkompliziert - wie im Übrigen vieles andere auch.

Kommentare:

RUDHI - Chance hat gesagt…

ICH WILL ZUR MEERJUNGFRAUUUUHHH!!!

Lebenskünstler hat gesagt…

Rudhi, Tatsache ist, dass ich oft denke, dass dir das hier auch gefallen könnte, weshalb ich motiviert bin, so ausführlich zu berichten.
Allerdings befindet sich die Meerjungfrau in diesem Sommer auf irgendeiner Ausstellung in Asien (taiwan oder so). Die könntest du also nicht sehen. Dafür aber sooooooo viel anderes Aufregendes.

Lilo hat gesagt…

Liebe Petra,
schön wenn man beim Einkaufen noch etwas entdecken kann und nicht nur den üblichen "Einheitsbrei" bekommt!
Schön ist aber auch, dass Du offensichtlich wieder da bist!
Ganz lieben Gruß
Lilo