Traumleben

Man kann wirklich sagen, ich lebe ein Doppelleben! Meine Träume sind in letzter Zeit kaum vom richtigen Leben zu unterscheiden, so real und lebendig wirken sie. Allerdings sind sie auch dermaßen exotisch, dass ich mühelos unterscheiden kann, in welcher Realität ich mich gerade befinde. Sitze ich auf einem Elefanten, der mir mit seinen Ohren sanft auf die Finger klatscht, während ich etwas verunsichert "MaMa!" rufe, dann ist es gerade Schlafenszeit in Ingenhardt. Wenn mir meine Urgroßmutter in goldener Bluse erscheint, bin ich ebenfalls nicht ganz von dieser Welt. Letzte Nacht ging ich in mittelalterlicher Kleidung durch eine Stadt und sang ein Lied, das ich selbst erfunden hatte. Vermutlich war ich von Muse Suse inspiriert, die es wiederum in der Tagwelt gibt. Außerdem kann ich heute wieder nicht zum Singen nach Ravensburg. Aber da ich nun ein eigenes Lied habe, aus meinen Träumen mit in den Tag geholt, wird es mich wohl durch das ganze Wochenende tragen. Dass ich dabei, wie im Traum, auch noch abhebe und fliegen kann, ist unwahrscheinlich.