Lisette und ihre Kinder - für eine menschlichere Gesellschaft

"Ich seh´die Kinder wie sie sind. Ich überlege nicht, was dreh ich draus, sondern, was ist da alles vorhanden. Sie sind da, und sie sind willkommen."

So spricht Lisette, eine Kindergärtnerin, die in diesem Dokumentarfilm portraitiert wird. Schauspieler Walter Sittler produzierte den Film, um zu zeigen, dass es auch anders geht mit der Erziehung, mit der (Aus)-Bildung.

Für mich war es ein sehr interessanter Abend. Auch eine Bestätigung für meine eigene Arbeit, denn so, wie Lisette mit den Kindern umgeht, versuche ich es in meinen Gruppen mit Erwachsenen - die ja manchmal auch wieder zu Kindern werden.

Viele hatten in der Kindheit wenig Zuwendung oder gar Bestätigung und Anerkennung. So wurden sie oftmals zu dem, wie andere sie wollten. Als Erwachsene suchen wir dann ein Leben lang nach uns selbst. Lisette bestärkt die Kinder von Anfang an in dem, was und wer sie sind. Eigenverantwortlich, mutig und selbstbewußt sollen sie werden. Bildung bedeutet bei ihr vor allem soziale, menschliche Bildung. Dabei ist Lisette nie belehrend. Selten greift sie ein, nie bevormundet sie. Sie ist da. Sehr liebevoll und zugewandt nimmt sie die Kinder ernst.

Walter Sittler und seine Frau Sigrid Klausmann sagen: "Wir haben diesen Film gemacht, um Lisettes Stimme, stellvertretend für viele andere, die an demselben Ziel arbeiten, Gehör zu verschaffen."

Da fühle ich mich angesprochen und sage: Danke!

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