Galsan Tschinag - der mit Worten heilt

In Wangen bleibt man hangen - so hat es uns also mal wieder dorthin getrieben, denn der von mir sehr geschätzte Autor und Dichterschamane Galsan Tschinag aus dem Altai war im Allgäu, zusammen mit Maria Kaluza und Klaus Kornwachs im Kornhaus.
Ja, einem Schamanen und Künstler fallen solche Entsprechungen, solche Verbindungen sofort auf. Das sind, so glaube ich, Zeichen der Stimmigkeit, ein Ja zu dem, was geschieht. Also konnte der Abend nur gelingen!
Die drei haben ein neues Buch vorgestellt: "Der singende Fels". Darin werden viele verschiedene Themen des Lebens, aus der Sicht des Schamanen und Dichters zum einen und aus der Sicht des westlich geprägten Wissenschaftlers zum anderen, beleuchtet. Ich habe das Buch gelesen und kann es nur weiterempfehlen! Wer mich kennt, weiss, dass ich mich seit vielen Jahren mit dem Schamanentum auseinandersetze, bewundernd und kritisch. Meine Arbeit selbst hat viele schamanische Elemente, was mir aber lange nicht wirklich klar war. Doch ist es so, dass Sprache, Dichtung, Tanz, Schauspiel, ja fast alle Künste, schamanischen Ursprungs sind, und, richtig angewandt, heilen.
Galsan Tschinag hat mir mit seinen Büchern - und gestern auch mit seiner ganzen Person - bewußt gemacht, dass wir in unserer Kultur, in unserem deutschsprachigen Raum, so viele Mittel der Heilung haben! Unsere Dichter, unsere Musiker kannten den Zauber und die Kraft der Töne, der Worte, der Schwingung. " Ihr habt alles", sagte er. Das war ein wichtiges Wort. Wir haben alles, um uns und die Welt wieder ganz zu machen. Besinnen wir uns doch darauf! Besinnen wir uns auf das, was wir haben!

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1 Kommentar:

kathrin hat gesagt…

ja Worte,
man kann sie nicht zurück nehmen, wenn sie gesprochen sind,
Worte, sie können streicheln, trösten,
lieben, verletzen, zerstören...
Worte, sie sind so wichtig in unserem Zusammenleben....