Traumfetzen

Ich komme in einen großen Speisesaal. Die Menschen, die dort versammelt sind gehören zu einer Gruppe. Ich gehöre nicht dazu, man hat mich kurzfristig ausgeschlossen. Trotzdem darf ich mit ihnen essen. Aber ich weiss nicht, an welchen Platz ich mich setzen soll. Deshalb wähle ich einen Tisch am Rand des Raumes, an dem noch niemand sitzt. So überlasse ich es den anderen, zu entscheiden, ob jemand meine Gesellschaft will. Von meinem Platz aus kann ich gut beobachten: Keiner dieser Menschen lächelt. Alle sehen sehr bedrückt aus, einige sind gebrechlich. Nach und nach setzen sich auch Menschen an meinen Tisch. Mein Tisch ist bald ganz voll, kein Platz mehr frei. Mir gegenüber sitzt ein Mann ohne Haare. Er hat weder Wimpern noch Augenbrauen. Sein Gesicht ist bleich. Über dem linken Auge hat er eine Verletzung. Er wirkt sehr erschrocken und verletzlich. Er sagt: "Mir stinkt es, dass immer die Männer an allem schuld sein sollen!" Links von mir hat sich ein Mann gesetzt, der wie Elvis in jungen Jahren aussieht: Seine großen Augen blicken ernst. Er sagt: "In unserer Familie gab es immer die gleiche Krankheit." Rechts von mir hat sich eine Frau hingesetzt. Sie ist schmal und wirkt unterernährt. Sie sagt: "Ich kann kein besonders tiefes Leid empfinden und auch keine Freude. Ich bin auf dem spirituellen Weg, schon seit langem, aber ich finde nichts. Da ist nichts. Weißt du, was ich machen kann, sag doch mal."
Ich versuche den Menschen an meinem Tisch etwas über meine Arbeit zu erzählen. Sie hören aufmerksam zu, aber ich habe dennoch das Gefühl, dass sie nichts verstehen. Ich gehe wieder weg, weil ich ihnen nicht helfen kann.

Kommentare:

Astraryllis hat gesagt…

Hallo Petra,

ich möchte mich für Deinen Besuch in meinem Blog bedanken und ganz liebe Grüße hinterlassen.

Zu Deinem Traum denke ich, dass er Dir sagen will, dass Du nicht allen Menschen helfen kannst. Dass es Dinge gibt, die man akzeptieren muss, die man vielleicht nur etwas erträglicher machen kann, indem man dem Betroffenen zeigt, wie man besser damit umgeht.

Für Deine Arbeit und Dein Blog alles Gute,
Astraryllis.

Lebenskünstler hat gesagt…

Danke dir für deinen netten Eintrag! Ja, damit hast du allerdings recht;-)