Lichtblick

Das Denktagebuch von Hannah Arendt zu besitzen, war ein lange gehegter Wunsch von mir, seit ich daraus 2003 bei einer Tagung der Evangelischen Akademie gelesen hatte. Ich habe die damaligen Texte wieder in meinen Ordnern gefunden und Lone daraus vorgelesen. Wenige Tage später standen die beiden schönen Bände auf dem Tisch, begleitet von Lones strahlendem Lachen. Ich hab mich riesig gefreut.
Egal, wo ich das Buch aufschlage, die Gedanken darin tragen mich und erweitern mein eigenes Denken auf eine andere Art, als üblich. Mir wird klarer und klarer, was der Unterschied von Denken und Grübeln ist. Das Grübeln dreht sich im Kreis, die Katze beißt sich hundert mal in den Schwanz ohne, dass es jemals einen Lichtblick gibt, während das echte Denken eine Spirale ist, die Stufe um Stufe weiterführt - am Ende wohl ins Licht.

Kommentare:

Kessi hat gesagt…

Momentan höre ich so einiges über dieses Buch, das klingt wirklich alles sehr sehr interessant. Sobald ich etwas weniger Studienstoff zu lesen habe... :)) Sonst kann ich ja auch gar nicht richtig mitreden, oder? ;)

Lebenskünstler hat gesagt…

Die Kassette mit den beiden Büchern ist halt wahnsinnig teuer. Dafür ein Prachtstück zum Anschauen und Anfassen. Den Inhalt genieße ich sehr, wenn er auch nicht einfach zu lesen ist, besonders für Menschen ohne Griechischkenntnisse, so wie ich.