Warum die Krise kriegen?

Jetzt plärren die Autofirmen nach Soforthilfen! Alles redet von Krise und rasanter Talfahrt, während in Bombay Menschen sterben. Was ist das dagegen, wenn bei uns mal ein paar Autos weniger verkauft werden? Ach ja, da werden Menschen arbeitslos! Da hab ich eine Idee: Es gibt einen riesigen Bedarf in der Alten - und Krankenpflege. Wer hat nicht auch schon davon geträumt, mal so fürsorglich und ausgiebig und mit soviel Zuwendung gepflegt zu werden, wie Männer das mit ihren Autos tun?
Lebenskunst - was ist das eigentlich? Beim Kongress in Basel gab es zwei Referenten, die das am klarsten inhaltlich, sowie mit ihrer ganzen Person zum Ausdruck bringen konnten: Annelie Keil und Christoph Quarch. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein, dennoch schauen sie in die gleiche Richtung. Mir ist wieder einmal klar geworden, dass es nicht genügt, über ein Thema "Bescheid zu wissen". Das Wichtigste ist, dass ich mit dem, was ich sage verbunden bin, dass es durch mich spricht. "Beieinander, miteinander, durcheinander" und "Hauptsache verliebt" hießen die beiden Vorträge. Es ging um Leidenschaftlichkeit, die Liebe zum Leben, sich zu öffnen, wahrzunehmen und bezogen zu sein auf das Leben, die Menschen, sich selbst. Die beiden haben eines besonders gut gemacht: Obwohl sie jeweils einen Vortrag hielten, waren sie doch die ganze Zeit im Dialog mit dem Publikum. Wie das geht? Wer leidenschaftlich ist und von echter Begeisterung, ist immer bezogen, liebt die Menschen, die bereit sind, zuzuhören und geht unbewußt oder bewußt auf sie ein. Bei einem solchen Redner springt der Funke über, er trägt sein Herz auf der Zunge und wir sind bereit, unseres ebenfalls zu öffnen. Gespielte Begeisterung hingegen, wird den Zuschauer/Zuhörerin nicht im Herzen erreichen. Und alles, was uns nicht im Herzen erreicht, ist schnell vergessen.
Annelie Keils und Christoph Quarchs Worte werden uns jedoch noch lange bewusst bleiben.

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