Plaudern mit Karen Blixen

Es ist für uns inzwischen eine Tradition, dass wir bei jedem Dänemark- Aufenthalt auch einen Besuch bei Karen Blixen in Rungsted einplanen. Dieses Mal bekam ich sogar die Erlaubnis, ein Foto von ihrem Grab zu machen. Es liegt unter einer herrlichen Buche. Davor steht eine Bank, wo wir dann sitzen und mit der Baronin ein bisschen plaudern. Ich wurde mal gefragt, wie das gehen soll, mit einer Toten zu reden. Also: Eigentlich gibt es keine Toten. Es sind nur Verstorbene. Und wenn jemand wie Karen Blixen so vieles für die Nachwelt hinterlassen hat, dann ist diese Kraft und Vitalität immernoch präsent. Ihre Anwesenheit ist in Rungstedlund fast körperlich spürbar. Und wenn Lone Glück hat, kann sie die Verbindung herstellen. Sie hatte Glück. Allen, die nur mit einer normalen Wahrnehmungsfähigkeit ausgestattet sind, empfehle ich den Roman "Afrika, dunkel lockende Welt", der mit dem legendären Satz beginnt: "Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngongberge."

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