Nehmen und Geben

Nach einer Pause von fast einem halben Jahr, hatten wir gestern wieder neu angesetzt mit dem Frauen- EntfaltungsForum. Das Vogthaus in Ravensburg stellte uns für dieses Mal die Räumlichkeiten zur Verfügung, worüber Lone und ich uns sehr gefreut haben, und wie es schien, haben die eingeladenen Frauen es auch genossen. Unser Thema war "Die Zukunft ist weiblich", wobei wir uns überlegten, was denn weibliche Qualitäten sind und wo wir sie in Zukunft noch verstärkt wissen wollen. Während bisher in unserer Gesellschaft die materiellen Werte und das materielle Wachstum eine Rolle spielte, ist es für uns Frauen wichtig, dass daneben nun auch die immateriellen Werte zunehmend mehr Gewicht bekommen: Kunst, Kultur, Bildung, Soziales. Viele von uns haben in diesen Bereichen beruflich zu tun, setzen sich dafür ein, sind da echte Kämpferinnen. Doch es geht natürlich auch darum, dass diese Arbeit, dieses Engagement entsprechend bezahlt wird, denn von irgendetwas muss frau ja leben! Und genau da liegt der Knackpunkt. Das spüre ich selbst immer wieder, dass ich weniger und weniger Lust habe, meine Arbeit, meine Ideen, meinen Einsatz ohne angemessene Gegenleistung zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen Wertschätzung! Für mich muss das nicht immer in Form von Geld sein, aber die Menschen sind noch zu fantasielos, sodass ihnen nichts anderes als Geld einfällt. So steht Geld letzten Endes als symbolische Wertschätzung, als Ausgleich. Was mich betrifft, ist dieser Ausgleich etwas enorm Wichtiges. Auch ich möchte für das, was ich bekommen habe, geben. Also, dieses Nehmen und Geben, das ist das große Problem.

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