Postwendend

Nachdem ich geträumt hatte, ich hätte per Post ein Kind bekommen, das ich in Rom auf dem Postamt abholen konnte und das Maria hieß und mir von einer Nonne übergeben wurde, die mir erklärte, das Kind habe noch nicht mal einen Dachschaden, wartete ich gestern sehnsüchtig auf die Post. Die "Ursel von der Post" (so nennen wir unsere sympathische Briefträgerin, weil sie wie meine Ursel aussieht und auch noch so leichtfüßig-tänzerisch aus dem Postwagen hüpft und uns unsere Briefe direkt durch´s Fenster reicht), brachte dann auch einen ganzen Arm voll: Aus dem Antiquariat einen dicken Wälzer mit den Visionen der Hildegard. Das Buch riecht so antiquarisch, als wäre es direkt aus dem Mittelalter in unsere Zeit geschickt worden! Es hat wunderschöne Bilder, die Texte sind wohl relativ original Hildegard. Ohne das Buch von Christian Feldmann über das Leben der Hildegard von Bingen würde ich es allerdings viel weniger begreifen. Außerdem habe ich eine wirklich sehr gute Webseite entdeckt, nämlich die der Abtei St. Hildegard. Die Benediktinerinnen sind auf dem neusten Stand, was Internet angeht und die Informationen sind außerordentlich bereichernd.
Dann habe ich mich besonders über eine Karte einer Teilnehmerin aus dem Workshop in Bad Wildungen gefreut. Offenbar hat sie von der "schwäbischen Mamba" gelesen (siehe: "Nehmen Sie´s nicht persönlich!") und mir einen guten Spruch von G. A. Bürger geschickt: "Wann dich die Lästerzunge sticht, so lass dir dies zum Troste sagen: Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen."

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