Es wapt!









Mit Blüten- zauber verließ ich Ingenhardt - jetzt bei der Rückkehr ist alles fein und glatt verschneit. Es waren sehr aufregende Tage, voller außerge- wöhnlicher Eindrücke und Begegnungen! Die Wap (Wildunger Arbeitstagung für Psychotherapie) hatte nicht nur spannende Seminare und Workshops auf dem Programm, sondern auch Vorträge, die ein wenig anders abliefen als gewöhnlich und das Publikum gründlich aufmischten. So gab es einen Vortrag mit einer Clownin (Marie-Gabriele Massa) mit mir als Mikrofonständer. Sie kletterte über das Publikum hinweg zur Bühne, sang erstmal ein fröhliches Lied, weckte die noch nicht ganz wachen mit lautem Nilpferdgähnen und begann dann mit ihrem äußerst spannenden und sehr lebendig gehaltenen Vortrag über ihre Arbeit als Klinik-Clown. Sie hatte ihre gerade 11 Wochen alte Tochter dabei, die im Hintergrund, im Tragetuch gehalten, zuschaute. Meine beiden Workshops, die ich gegeben habe, waren sehr vielseitig. Zwischen Leichtigkeit und Lachen, Tiefgang und Weinen bewegten wir uns durch Körpergeschichten und Erzählungen aus vergangenen Zeiten, die uns prägten. In den Pausen traf ich mich mit Bärbel, die einen Bildhauerkurs besucht hatte und einen Stein sehr schön bearbeitet hat, Joachim, mein liebster Kollege, mit dem man wunderbar lachend die Höhen und Tiefen eines Seminarleiterdaseins ausloten kann und Stefi, aus meiner letzten Jahresgruppe. Beim Abschlußabend, den sonst immer Ursel gestaltet hatte mit Tanzen und Trommeln, wurde dieses Mal etwas aus den Kreativgruppen geboten, sowie Einzelauftritte von Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen und Hobbies. Man merkte deutlich, dass der Auftritt der Clownin einige beflügelt hatte. Ich war erstaunt, wieviele sich mutig auf die Bühne stellten! Wer hätte jemals gedacht, dass man mit Fadenspielen fast abendfüllend auftreten könnte? Von absurd, kindlich bis gekonnt, professionell war alles vorhanden. Einmal auf der Bühne, waren die Protagonisten fast nicht mehr zu bremsen.
Ich hab mich wirklich amüsiert.

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