Nicht ärgern, nur wundern...

hat meine Schwiegermutter immer gesagt. Und so versuche ich mich auch mehr zu wundern, als zu ärgern über die Dummheit und Ignoranz, oder vielleicht auch einfach nur Wurschtigkeit einer Bildungsstätte, die den Ausschreibungstext eines meiner Seminare nimmt, und den Namen einer anderen Dozentin druntersetzt. Nicht etwa ein Druckfehler, nein, diese Dozentin will tatsächlich den Kurs halten. Solche Ausschreibungstexte sind nicht immer einfach zu formulieren. Ich kann verstehen, wenn man sich da hin und wieder von anderen inspirieren lässt. Aber komplett den gleichen Text verwenden, das ist schon eine Unverfrorenheit.
Die Inhalte meiner Seminare sind so speziell, da möchte ich auch meine individuelle Ausschreibung haben! Also bitte: Nur wo "Petra Kopf" druntersteht, ist auch "Petra Kopf" drin!!
Ach - jetzt ärgere ich mich doch! Und wollte mich nur wundern!
Da hilft nur eins: den Blick auf was anderes lenken: Zum Beispiel auf diesen Baum! Ist das nicht ein toller Weiberbaum? Und dann habe ich eine wunderbare Webseite entdeckt: www.grandmotherscouncil.de. Das ist ein einzigartiges Projekt. Sowas nenne ich echte Frauenmacht! Dazu gibt es auch ein Buch: "Die Botschaft der Weisen Alten" Ein Buch, wo man allen Ärger vergessen kann und wieder Kraft und Zuversicht bekommt, dass doch nicht alles für die Katz ist.

1 Kommentar:

wr hat gesagt…

Guten Morgen, Frau Kopf!
Ich bin mal wieder in der hübschen Sammlung Ihrer Notizen und Fotos herumspaziert.
Das Schöne an Ihren Sätzen ist ja: Sie scheinen einen Mangel zu empfinden (etwa hier aktuell an Souveränität gegenüber dem habituellen oder kommunikativen Schrott, der Frechheit, dem geistigen Diebstahl, die Ihnen – und uns – zugemutet werden), und der nächste Satz zeigt, daß Sie sie haben: Gelassenheit, Souveränität und die Kraft, sich von solchen, "gefährlichen Kontakten" zu distanzieren. Das ist doch klasse!
Die Tatsache, daß man sich schreibend zu den Dingen in ein noch so winzig entferntes Verhältnis zu setzen versteht, ist doch schon die halbe (befreiende) Miete. Kompliment!
Leider erlebe ich Vergleichbares auch, und in Ihrem konkreten Fall würde ich, ungebeten, raten, die besonders enge Bindung der sprachlichen Attraktivität einer Seminarankündigung mit dem (auch: wirtschaftlichen) Erfolg einer solchen Veranstaltung gegenüber dem treuhänderisch agierenden Organisator zu verdeutlichen. Er hat die Pflicht, äußerst sorgsam mit solch sensiblen Worten umzugehen. Und: Die Kollegin KANN dieses Seminar nicht halten! Sie schmückt sich mit programmatisch fremden Federn, und die gehören Ihnen. Ohne juristische Spitzfindigkeiten zu thematisieren: auf die Einhaltung einiger Spielregeln muß man achtgeben, und gelegentlich muß man/frau Zähne zeigen.
Mit weihnachtlich-solidarischen Grüßen
wr