Glück

Ich bin so glücklich! Hier ist es einfach einmalig schön. Jeden Tag freue ich mich, wenn ich aus dem Fenster sehe. Der Herbst kam fast wie über Nacht: Am Morgen Nebel und jede Menge Krähen. Dann lichtet es langsam auf und die Sonne setzt sich mehr und mehr durch. Vom kleinen Backhäuschen unseres Nachbarn kommt der Duft von Feuer, Rauch, Bratäpfeln und gebackenem Brot, dazu der Geruch vom frisch gemähten Gras, das jetzt auf der großen Wiese trocknet.
Lone und ich haben ja vor einiger Zeit den Franziskusgarten beim Kloster Sießen entdeckt. Dort waren wir dann auch mit der Gruppe. Die kleine Kapelle mit der wunderschönen Ikone ist ein besonders guter Ort, um sich zu sammeln und zu sich selbst zu finden. Lone bekam auch einige sehr wichtige Botschaften für uns. Der ganze Garten ist durchdrungen von einer natürlichen Spiritualität: Überall wuchern die Pflanzen. Es gibt versteckte kleine Bänke unter urwüchsigen Apfelbäumen. Ein Kräutergarten und ein Bienenhäuschen, ein Labyrinth, eine Gruft, die den "Bruder Tod" symbolisiert, ein kleiner Bach und ein traumhaft schöner Teich, wo sich die Frösche und Libellen tummeln. Es ist doch wunderbar, wenn sich ein Kloster zu soviel Lebenslust bekennt und eben nicht noch einen Kreuzweg angelegt hat. Übrigens: Die Nonnen tun sehr viel für Jugendliche - und das umsonst!

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