Realität?

Ja, es gibt auch Tage, wo es mir nicht gut geht und ich mich ärgere. Zum Beispiel über den Schulleiter einer Hauptschule, der seinen Schülern zum Abschluss diesen Satz mitgibt: "Ihr habt alle keinen Ausbildungsplatz und werdet auch keinen bekommen, das ist die Realität". Und dann preist er sich selbst im Fernsehen an, dass er soooo realistisch denkt und das seinen Schülern weitergeben muss. Weshalb sie auch lernen, was mit Hartz IV auf sie zukommt. Was ja an sich nichts Schlechtes wäre, wenn man ihnen nicht gleichzeitig vermitteln würde, dass Hartz IV der Abstieg, das Ende bedeutet, fast schon ein "Pennerdasein" aus dem es keinen Ausweg gibt. Zitat: Kinder, die zu Hause wenig haben und in der Schule darauf vorbereitet werden, die Probleme ihrer Eltern zu erben. Wie wäre es stattdessen mit einem Schulfach das ein neues Wertebewusstsein fördert? Aber dazu bräuchten wohl noch einige Lehrer Nachhilfeunterricht!! (Nein, Doro, Peter, Christa, Elisabeth und noch ein paar mehr, Euch meine ich grade nicht!)
Ich verzweifle manchmal
fast an soviel Engstirnigkeit, an soviel Hoffnungslosigkeit. Warum wird alles Negative immer als Realität gesehen? Warum ist das Positive "Schönfärberei" und "rosa Sonnenbrille"? Warum wird jeder Traum von solchen Menschen im Keim erstickt? Gott sei Dank gibt es noch Kinder (allerdings immer weniger), die auf ein "das schaffst du nie" mit einem "jetzt erst recht" reagieren. Es kann immer eine Chance geben, das ist die Realität! Manchmal geschehen Dinge, die niemand für möglich hielt, wo alles anders läuft, als man hätte voraussehen können. Das ist vielleicht nicht die Regel, aber um diese Chance, um dieses Wunder darf man niemanden bringen. Erst recht nicht junge Erwachsene. Ich bin froh, dass es auch Lehrer gibt, die das wissen und ihre Schüler ermutigen.

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