Reisen Royal

Es war wunderbar in Dänemark! Dank des schönen Buches über Orte der Kraft, habe ich Kopenhagen nochmal ganz neu und anders erlebt. Ich glaube, das ist auch ein Ort der Kraft - jedenfalls für mich. Und mit Lone an meiner Seite ist es natürlich doppelt spannend, weil wir immer an die aufregendsten Stellen geführt werden. Normalerweise haben wir kein festes Programm, fahren irgendwann los, lassen uns treiben und stehen dann plötzlich vor einem Gebäude oder vor einem schönen Platz, der uns inspiriert. Zum Beispiel diese Keramikkünstlerin auf dem Markt in Kopenhagen. Sie hatte genau das kleine Schälchen, das ich für mein Lonetal-Pferdchen gesucht habe! Ich habe die ganze Stadt in mich eingesaugt, die bunten Läden, die schicken Möbelgeschäfte mit dem typischen, dänischen Design. Wenn man zuvor viel in der Natur war, dann die Stadt wieder neu entdeckt, dann spürt man plötzlich, dass doch vieles letztendlich von der Natur inspiriert ist. Die Form der Dolmen taucht plötzlich in einem Möbelstück wieder auf! Die Farbe und Struktur einer Keramikschale erinnert an Moos aus dem Wald. Auf einmal hatte alles für mich eine Verbindung! Die Stadt war nicht laut und dreckig, wie man das sonst oft erlebt, sondern, freundlich, hell und voller Inspiration. Wir sahen uns auch Schlösser an. In Hillerod fuhr dann sogar ein Auto der Königin Margrete hinter uns her! MM stand auf dem Nummernschild für "Majestät Margrete". Hinterm Steuer saß Ingolf, der Cousin des Kronprinzen. Sie begleiteten uns praktisch nach Fredensborg, wo das Schloss liegt, in dem die Königin im Sommer weilt. Ein kleiner Abstecher zum Hamlet-Schloss nach Helsingör war dann der Abschluss.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie völlig anders die Kommunikation in Dänemark verläuft. Man hat immer das Gefühl, jeder kennt jeden und man darf alles fragen. Da gibt es keine Ressentiments. Dadurch wird alles so einfach. Es ist das, was Lone immer mit "auf einer Augenhöhe" bezeichnet. Als wir in der Bank Geld wechselten, hielt der Bankbeamte mit uns ein Schwätzchen, erzählte was er so schön in seiner Bank findet ("ich liebe das") und bot uns Kaffee an der Kaffeebar an. (was allerdings nicht typisch ist für alle dänischen Banken).
Die Dänen sind schnörkellos, gradlinig, authentisch.
Als wir zuhause in Ingenhardt ankamen waren wir aber auch wieder ganz froh! "Unser" Haus hat schon auf uns gewartet!
Ein Schild von unserer Vermieterin: "Herzlich willkommen Zuhause" begrüßte uns und wir waren uns einig, dass Reisen eine wunderschöne Sache ist und Ankommen Zuhause das beste daran.

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