Die Kunst des Alterns

Die Tagung "Die Kunst des Alterns" in der Evangelischen Akademie Hofgeismar war eine sehr gut besuchte, anregende Veranstaltung. Auf der langen Heimfahrt beschäftigte mich der Gedanke, wie alte Menschen mit ihrem Körper umgehen. Manchmal wird ihm zuviel zugemutet, manchmal zu wenig.
Der Körper ist in jedem Alter ein wunderbares Mittel des Selbstausdrucks. In einer Einzelstunde habe ich mal mit einer Frau so ein Tuchbild wie dieses als Abdruck ihres Körpers gemacht. Sie lag auf den Tüchern, während ich diese behutsam um ihren Körper formte. Als sie aufstand, konnte sie sich da liegen sehen - eine ganz neue Sicht!
Ein Mann, mit dem ich kurz auf der Tagung gesprochen habe, gestand mir, dass er gern Tänzer geworden wäre, aber mit den Schritten (vor allem beim Walzer) wollte es nicht klappen. Ich antwortete ihm, dass jeder tanzen kann und darf und dass ich nicht mit Schrittkombinationen arbeite, sondern mit Ausdruckstanz, dass es mir um den authentischen Selbstausdruck geht. Da strahlte er und meinte, schon das Gespräch mit mir hätte ihn verjüngt!
Eigentlich gibt es keine alten Menschen. Die Seele bleibt letzten Endes immer gleich jung. Sie kann weitertanzen, auch wenn der Körper nicht mehr alle Möglichkeiten hat. Es ist die Leichtigkeit in uns, die uns jung bleiben läßt und der Schwerkraft des Körpers etwas entgegensetzt.
Zuhause angekommen, besuchten wir gestern das Geschäft unseres Nachbarn in Ravensburg. Das Thema Leichtigkeit und Bewegungsfreiheit setzte sich da fort. Er verkauft Sitz- und Schlafmöbel die so sensationell schön und bequem und Rückenfreundlich sind, dass ich jedem empfehlen möchte, sich das anzusehen. Eine Sitzgelegenheit hat es mir besonders angetan: Stokke Ekstrem, ein Sessel, der so gebaut ist, dass man mit und auf ihm tanzen kann, auch im Sitzen! Das glaubt Ihr nicht? Dann schaut mal unter www.usenbenz-urbanski.de nach. Dieser Sessel hat sich in mir als großer Wunsch verankert.

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