Ein Taschenbegleiter - was will man mehr?

...mit Liebe geordnet, klick hier
Ich habe schon längere Zeit mit dem Taschenbegleiter von Roterfaden geliebäugelt. Denn auch wenn das IPad praktisch ist, will ich doch immer wieder mal etwas schnell von Hand aufschreiben. Und hier hab ich die Lösung gefunden: Ich kann meine Notizen, meine Flyer, mein Adressbuch darin aufbewahren, schnell mal einen Stadtplan einklemmen oder auch einen Geldschein. Nichts geht verloren, nichts muss gelocht werden.
Sogar ein Buch kann man darin befestigen mit den praktischen Stahlklammern.
Ich bin wirklich begeistert. Der Taschenbegleiter ist handgearbeitet, außen aus Leder, innen Filz und fühlt sich wunderbar an.
Da ich gerade eine Lesung vorbereite, ist es wichtig für mich, jede Blitzidee, die mir kommt, sofort notieren zu können, ohne lange in meiner Tasche kramen zu müssen. Und bei der Lesung selbst, werde ich meine Texte genau der Reihenfolge nach geordnet aus meinem Taschenbegleiter vortragen können!

Selbstwahrnehmung und Aufrichtigkeit



Die einzige Realität, die wir kennen, ist die Realität der Selbstwahrnehmung, deren Grundlage die Aufrichtigkeit ist. 
Charlotte Wolff

Diesen Satz fand ich im Briefwechsel von Christa Wolf und Charlotte Wolff :  "Ja, unsere Kreise berühren sich".
Er passt sehr gut zu meiner letzten Jahresgruppe Lebendige Kommunikation, die ich nun verabschiedet habe. Das Thema Selbstwahrnehmung und Aufrichtigkeit in dem, was wir wahrnehmen, war immer ein wichtiges Thema in unserer gemeinsamen Arbeit. Erstaunlich viel Vertrauen, Nähe und Achtung gab es in dieser Gruppe. Das hat mir den Abschied nicht leicht gemacht. Sie gehen nun ihrer Wege und ich hoffe, wir werden uns nicht aus den Augen verlieren.

Dinge zerreden


Manchmal fällt mir nach bestimmten Ereignissen ein Gedicht ein, das ich dann vor mich hinspreche, wie zum Beispiel am Mittwoch, auf einem Nachhauseweg. Hört selbst:


auch hier zu hören
es ist von Rilke: Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort

Mein Leben auf zwei Ebenen

Ich lebe in zwei Welten. Tagsüber das, was man gemeinhin Realität nennt, nachts, oder dann, wenn ich mich schlafen lege, beginnt das Traumleben, das fantastische.
In diesem Paralleluniversum gibt es fast keine Grenzen. Tote erscheinen in aller Lebendigkeit und zeigen sich mir mal jung, mal älter. Ich verliere meinen Geldbeutel, habe aber am nächsten Tag gleich wieder einen. Dinge sind da, wenn ich sie brauche, und weg, wenn ich sie nicht brauche. Ich schwebe zu Orten hin, sehe alles in den schönsten Farben, kann essen, was ich will und bin zu akrobatischen Sprüngen fähig.
Gewiss, es gibt auch Verfolgungsjagden, bei denen mir der Angstschweiss aus den Poren rinnt, lebensgefährlich scheint es, aber in dieser Welt bin ich letztlich doch immer unsterblich. Egal wie groß das Ungeheuer, das mich verschlingen will, es ist nichts, was mich umbringt.
Vom Balkon lächelte mir letzte Nacht winkend Ingeborg Bachmann zu und fragte, wann ich nach Klagenfurt komme um die drei Wege zum See zu gehen.
Und neulich stand Rosel Zech mit einem Karton Büchern vor meiner Haustür und meinte, die seien alle aus ihrem Nachlass und gut bei mir aufgehoben.
Ich schwebte mit Hildegard von Bingen mehrere Meter über dem Boden, nachdem ich tagsüber erfahren hatte, dass sie in diesem Jahr heilig gesprochen werden soll. Hoch in der Luft strampelten wir mit den Beinen und wenn jemand nach oben sah, hoben wir den Rock und zeigten unsere schwarzen Leggings.
Im Traumland stoße ich auch auf Grenzen. Manchmal halte ich Vorträge, bei denen niemand zuhört. Ich versuche zu telefonieren und kann die Zahlen nicht eintippen. Mein Mund ist voll Kaugummi, den ich nicht mehr herausbekomme. Aber egal wie unangenehm die Situation ist, ich weiss: Im nächsten Traum wird alles anders!
Dann verreise ich vielleicht, immer meinen dreijährigen Bruder dabei, der mit mir alle Abenteuer besteht. Letztens waren wir an der Algarve. Es war sehr einfach, dahin zu kommen. Man sagte uns auf dem Flughafen, wir sollten nur auf eine höhere Ebene gehen - und schon waren wir da!

In meiner Ausbildungszeit sagte meine Schauspiellehrerin nach einer Unterrichtsstunde sehr oft: "Und jetzt gehst du nach Hause und schläfst drüber."
Sie wusste, dass ich gern im Schlaf "arbeite". Dort im Traumland bekomme ich die besten Ideen. Ich kann mich mit den Dichtern und Denkern aus grauen Vorzeiten persönlich beraten.
Einmal habe ich sogar eine Oper gesungen, die Carmen, genauso, wie sie von Bizet gedacht war!
Natürlich ist es manchmal ernüchternd, aufzuwachen und kein Ton kommt aus meiner trockenen Kehle. Und auch mit viel Anlauf hebe ich nicht zum Fliegen ab...
Aber beim nächsten Singen, traue ich mir mehr zu! Beim Tanzen erinnere ich mich an meine Flugkraft, und wenn ich an meinen Fähigkeiten zweifle, wenn es nur Hürden zu geben scheint, dann denke ich an diese feinstoffliche Welt, wo alles gleichzeitig geschieht, Fähigkeiten und Unfähigkeiten sich die Hand reichen, um sich urplötzlich aufzulösen in ein Nichts und ein Alles.

Hallo Schweiz! Ich komme...

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Ich freue mich sehr, dass ich bei SOSOS einen Workshop anbieten darf am 04. März Die Kraft des gesprochenen Wortes und bei der Tagung mitwirke, am 24. März zum Thema Entwicklungsfelder öffnen - die unbegreifliche Kraft erfahren in der Schweiz bei Sankt Gallen, zusammen mit Dr. Nils Jent und Regula Dietsche.
Anmeldungen zu beiden Veranstaltungen ab sofort unter www.sosos.org
Flyer hier herunterladen

Und danke an Newslichter für den schönen Beitrag dazu!

Am Ende steht immer der Anfang

Wieder geht ein Jahresgruppenzyklus nächstes Wochenende zuende. Ein ganzes Jahr intensive Begegnung, gemeinsames Erleben, Lachen, Weinen, Begeisterung, Vertrauen, über Hürden springen, Neues ausprobieren und das Wechselspiel der Beziehung zu Menschen, Natur, Gegebenheiten, Räumen und Situationen - all das liegt hinter uns.
Ich bin sehr froh über meine Gruppe, weil sie so viel gemeistert haben, aufeinander bezogen voneinander gelernt haben. Diese Entwicklung ein Jahr miterleben zu können war für uns alle eine Bereicherung.
Nun heißt es Abschied nehmen. Während ich das Abschluss-Zertifikat schreibe, sehe ich sie noch einmal vor mir. Ich spüre, was jede Einzelne bei mir hinterlässt, etwas, das ich mir bewahren werde.
Wir wissen: Was wir miteinander geteilt haben ist eine Basis für das, was nun beginnt.
Beziehung macht reich.

mehr dazu hier

Tanzwege


So wie der Baum nicht endet

an der Spitze seiner Wurzeln

oder seiner Zweige

so wie der Vogel nicht endet

an seinen Federn und seinem Flug

so wie die Erde nicht endet

an ihrem höchsten Berg:

So ende auch ich nicht

an meinem Arm, meinem Fuß, meiner Haut,

sondern greife unentwegt nach außen

hinein in allen Raum und alle Zeit

mit meiner Stimme und meinen Gedanken,

denn meine Seele ist das Universum.



(Norman H. Russel, Cherokee)

Danke an alle, die gestern mitgetanzt haben!

Sturmzeitgedicht von Rilke zum Hören

 

Jetzt wär es Zeit, daß Götter träten aus
bewohnten Dingen...
Und daß sie jede Wand in meinem Haus
umschlügen. Neue Seite.

Nur der Wind, den solches Blatt im
Wenden würfe, reichte hin,
die Luft, wie eine Scholle, umzuschaufeln:
ein neues Atemfeld. Oh Götter, Götter!

Ihr Oftgekommenen, Schläfer in den Dingen,
die heiter aufstehn, die sich an den Brunnen,
die wir vermuten, Hals und Antlitz waschen
und die ihr Ausgeruhtsein leicht hinzutun
zu dem, was voll scheint, unserm vollen Leben.

Noch einmal sei es euer Morgen, Götter.
Wir wiederholen. Ihr allein seid Ursprung.
Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt
an allen Bruchstellen unseres Mißlingens...

Rilke

Hier kann man auch hören

Keine Angst vor Horoskopen!

Sind Uhren etwas Unheimliches? Vielleicht dann, wenn man die Zeit vergessen hat, auf die Uhr schaut, erschrickt, weil man womöglich zu spät dran ist und nun etwas versäumt hat.
Eine Uhr zeigt die Zeit an. Sie zeigt auch in gewisser Weise die Zeitqualität an, denn nachts um 12 Uhr sind die Verhältnisse anders, als mittags um 12. Und weil wir das wissen, richten wir uns danach. Ich brauche sehr selten eine Uhr, weil ich es meistens weiss, was die Stunde geschlagen hat.
Ein Horoskop ist ebenfalls nichts anderes, als eine Uhr! Zugegeben, eine sehr vielschichtige, denn man könnte sagen, sie besteht aus mehreren Zifferblättern und einigen Zeigern.
Diese "Horoskopuhr" zeigt sehr genau die Zeitqualität an. Und genauso wie bei einer normalen Uhr, hängt die Wertigkeit dieser Zeitqualität wiederum einzig und allein von uns selbst ab, was wir nämlich draus machen.
Eine Nachteule genießt die späten Stunden, indem sie so richtig aktiv wird, während jemand anders lieber selig sein Kopfkissen umarmt und in die Welt der Träume flüchtet.
So gibt es in der Astrologie keine schlechten Zeichen oder Konstellationen, ebenso wenig, wie es ja auch bei der Anzeige der Uhr keine schlechten Stunden gibt, es sein denn, wir handeln nicht gut, schlafen uns nicht aus, essen nicht zur richtigen Zeit.
Was ich damit sagen will: die Trivialastrologie mag von mir aus wie die Bildzeitung das Schlimmste voraussagen. Mir ist das gleichgültig. Denn ich kann meine Uhr lesen und allein auf meine innere Einstellung kommt es an, ob ich die Stunden mit Uranus, Saturn und Pluto, mit Neptun, Mars und Jupiter genießen werde, oder nicht.
Ich kann mich vorbereiten wie auf eine Reise. Oder ist einer von euch schonmal verreist, ohne sich vorher schlau zu machen, wie das Wetter am Urlaubsort sein wird?
Wie die Sitten und Gebräuche sind?
Ein Horoskop sagt überhaupt nicht, was genau passieren wird. Es zeigt lediglich eine Zeitqualtität an. Wem eine Reise zum Nordkap bevorsteht, sich aber in seinem Gepäck nur Flipflops und Badeanzug befinden, für den wird's schlecht ausgehen...
Eine bestimmte Konstellation im Horoskop wird mich nicht von meinen Vorhaben abhalten, keinesfalls! Ich werde mich einfach nur entsprechend ausrüsten.

Wie dein Jahr wird, bestimmst du selbst!

Astrologie ist eine Symbolsprache, mehr dazu hier

Das Wunder geschieht in dir

Ein Kind wird geboren! Für mich ein Symbol der Hoffnung, der Freude und des Neuanfangs.
Es ist nicht etwas, das draußen passiert, sondern in uns selbst.
Halte dein Neugeborenes behutsam in deiner Hand

Die Botschaft der Meereschildkröte

Da ist sie mir also wieder begegnet: Die Meeresschildkröte!
Eine Dokumentation auf Arte gestern am frühen Abend schilderte die Lebensweise dieser immernoch geheimnisvollen Tiere.
Nachdem sie mit vielen anderen in einer großen Gemeinschaftsaktion geschlüpft sind, wandern sie allein zum Strand, indem sie sich dem Erdmagnetismus anvertrauen und der Erdkrümmung folgen. Dann schwimmen sie viele Jahre durch die Weiten des Ozeans. Nach 28 Jahren erst, sind die Weibchen fähig, Eier zu legen. Dafür gehen sie zum ersten Mal wieder an den Strand zurück, den sie einst nach dem Schlüpfen verlassen hatten und graben dort an die 1000 Eier ein. Von den tausend kleinen Schildkröten die dann schlüpfen, sind es maximal zwei, die geschlechtsreif werden und sich somit fortpflanzen können! Die andern überleben die Gefahren im Meeresraum nicht.
So sieht's aus! Was will mir das sagen, übertragen auf mein Leben? Ausdauer, Geduld und das Vertrauen auf die Intuition sind wohl weiterhin angesagt. Irgendwann geht die Saat auf, wenn man unermüdlich einfach weitermacht und allen Gefahren trotzt.
Die Meeresschildkröte ist vom Aussterben bedroht. Aber aus diesem Grund gibt es auch wieder Menschen, die sie schützen wollen und ihre Aufmerksamkeit auf sie lenken. So ähnlich erfahre ich es in der letzten Zeit mit bestimmten Werten, die scheinbar aussterben. Doch immer dann, wenn ich schon fast resigniere, treffe ich wieder Menschen, die helfen wollen, genau diese alten Werte zu erhalten.

Einmal im Leben....


Wie Puderzucker liegt nun ein Hauch von Schnee über der Natur. Während Wigge sich vor seiner Villa Kunterbunt auf Hawaii sonnt, ganz wie Lone es ihm gesagt hatte, reise ich höchstens in Gedanken in wärmere Gefilde. Seit einiger Zeit habe ich immer mal wieder das Bild einer Meeresschildkröte vor Augen.
Einmal im Leben einer Meeresschildkröte in ihrer natürlichen Umgebung begegnen - das wäre so einer meiner ganz großen Wünsche. Und ich glaube, auf Hawaii gibt es sie, aber nicht nur dort.


Nun war ich vorgestern bei jemandem zu Besuch, wo ein ganzes Glasregal voller Schildkröten stand: aus Stein, aus Metall, aus Glas, sehr sorgfältig ausgewählt und beeindruckend. Ob das ein Zufall war?
Ich fragte mich, was für mich die Schildkröte und vor allem die Meeresschildkröte bedeutet und kam auf Eigenschaften, die ich allesamt ganz gut brauchen kann: Ausdauer, Geduld, Anpassungsfähigkeit, Weisheit, Schutz, Sensibilität, den Dingen auf den Grund gehen, Überlebenskünstlerin.
Was fällt euch zur Meeresschildkröte ein? Ich bin gespannt!