Wir gingen den Sonnenweg
Das letzte Wochenende war ein Kunststück! Meine Jahresgruppe ging den Sonnenweg, obwohl es draußen in Strömen regnete. Trotzdem konnten wir die Natur genießen und wieder einmal erfahren, dass man die Dinge nehmen muss wie sie sind. Es kommt eben immer nur darauf an wie man sie nimmt. :-)
Danke euch!
The Journey – Die Reise
Eines Tages wusstest du schließlich,was du zu tun hattest, und du begannst,obwohl die Stimmen um dich herumihren schlechten Ratweiterschrien -obwohl das ganze Hauszu zittern begannund du das alte Zerrenan deinen Fußgelenken spüren konntest."Bring mein Leben ins Reine!"schrie jede Stimme.Doch du bliebst nicht stehen.Du wusstest, was du tun musstest,obwohl der Windseine steifen Fingerins Fundament selbst steckte,obwohl ihre Schwermutfurchtbar war.Doch es war schon spätgenug, und eine wilde Nacht,und die Straße vollerherabgefallener Äste und Steine.Doch während du die Stimmen zurück ließest,begannen die Sterne,einer nach dem anderendurch die Wolkendecke hindurch zu leuchten,und da war eine neue Stimme,die du langsamals deine eigene erkanntest,die dich begleitete,als du tiefer und tieferin die Welt hinein schrittest,fest entschlossen,das einzige zu tun, was du tun konntest -fest entschlossen,das einzige Leben zu retten, das du retten konntest.
(Mary Oliver, aus
"Dream Work", zitiert und entdeckt im Buch "Natur und Menschenseele" von Bill Plotkin)
Egal, wohin uns das Wilde führt, dieses ungezähmte Innere, das, was uns von der Fremdbestimmung erlöst: Es ist unsere ureigenste Wahrheit. Diesen Weg können wir nur allein gehen. Es scheint, als würde es uns einsam machen, abtrennen von all jenen die uns ein gutes Leben versprachen.
Doch je mehr du es wagst, dein Innerstes zu betreten, wirst du denen begegnen, die Teil deines guten Lebens sind. Und alle Versprechen werden überflüssig.
An den wildesten Orten

Du musst zu den wildesten Orten gehen. So heißt ein Kapitel aus einem Buch von Amelie Schenk über die Schamanin Galbe.
Dieser Satz ist hängen geblieben, ein bisschen wie ein Lebensmotto für mich. Denn wild sind die Orte zu denen ich gehe fast immer. Und damit meine ich nicht nur die Orte im Außen, vielmehr doch die, die in mir selbst sind. Das Leben läuft in gewohnten Bahnen, der Alltag hat seine Struktur, doch in meinem Inneren gehe ich verschlungene Pfade, entdecke Orte, von denen ich nur eine vage Ahnung hatte, dass sie existieren. Es stellen sich Fragen, die so tief gehen, dass ich mich selbst in Frage stellen muss. Immer wieder gilt es, neues dazuzulernen. Immer wieder fängt man von vorn an. Jemand begegnet mir und öffnet mir die Augen. Ich will es nicht glauben, was ich sehe, und doch ist es nun da. Wie konnte ich nur so blind sein?
Alles kann sich ändern, wenn man zu den wildesten Orten geht. Die Frage ist nur: Willst du dich ändern?
Ich will es, denn jede Veränderung lässt mich wachsen. Mag sein, dass es mir keiner ansieht. Vielleicht erscheine ich wie immer. Die Wahrheit aber ist: Ich bin an den wildesten Orten. Nur dort wirst du mich finden.
Dieser Satz ist hängen geblieben, ein bisschen wie ein Lebensmotto für mich. Denn wild sind die Orte zu denen ich gehe fast immer. Und damit meine ich nicht nur die Orte im Außen, vielmehr doch die, die in mir selbst sind. Das Leben läuft in gewohnten Bahnen, der Alltag hat seine Struktur, doch in meinem Inneren gehe ich verschlungene Pfade, entdecke Orte, von denen ich nur eine vage Ahnung hatte, dass sie existieren. Es stellen sich Fragen, die so tief gehen, dass ich mich selbst in Frage stellen muss. Immer wieder gilt es, neues dazuzulernen. Immer wieder fängt man von vorn an. Jemand begegnet mir und öffnet mir die Augen. Ich will es nicht glauben, was ich sehe, und doch ist es nun da. Wie konnte ich nur so blind sein?
Alles kann sich ändern, wenn man zu den wildesten Orten geht. Die Frage ist nur: Willst du dich ändern?
Ich will es, denn jede Veränderung lässt mich wachsen. Mag sein, dass es mir keiner ansieht. Vielleicht erscheine ich wie immer. Die Wahrheit aber ist: Ich bin an den wildesten Orten. Nur dort wirst du mich finden.
Hula - die Sprache der Hawaiianer
Während meines Aufenthaltes in Hawaii habe ich ab und zu auch Hula Tanz gesehen und war beeindruckt. Denn in diesem Tanz verbindet sich Sprache, Gesang und Bewegung zu einer ganzheitlichen Ausdrucksform, die fasziniert. Nichts von dem Klischee, wie es bei uns verbreitet wird. Es ist ein Tanz mit der Erde, den Elementen, ein Geschichtenerzählen, das berührt.
Nun hatte ich letztes Wochenende die Gelegenheit, selbst Hula tanzen zu lernen und etwas über die Hintergründe zu erfahren. Mein Kumu (so das hawaiianische Wort für Lehrer) war Aikane Alapa'i, der von der Insel Kaua'i kommt, wo er aufgewachsen ist und die Traditionen und Lehren seiner Vorfahren weitergibt.
Kumu Aikane hat sofort mein Herz im Sturm erobert :-) Seine ganze Persönlichkeit strahlte alles aus, was ich in Hawaii erlebt habe: Das, was man den Aloha-Spirit nennt. Es ist eine Mischung aus Wertschätzung, größter Freundlichkeit, Herzlichkeit, Humor, Tiefsinnigkeit und Achtung.
So lernte ich nicht nur ein paar Schritte (Hula tanzen dauert Jahre, bis man das wirklich kann!), sondern auch viel über die Sprache, den Gesang, die Mythen und Geschichten, die diese Inseln prägen. Mein Kumu war bestimmt der jüngste Lehrer, den ich je hatte, umwerfend gutaussehend und mit einem so liebenswerten Wesen, dass es eine Freude war.
Um den Tanz wirklich zu verstehen, ist es sicher von Vorteil, Hawaii erlebt zu haben. Auch wenn ich nun sicher noch nicht Hula tanzen kann, so hat mir das Wochenende meine Erinnerungen wiederbelebt und mir aufs Neue deutlich gemacht, was mir hier in unserer Welt so fehlt: Das entspannte Lernen, das freudige Teilen von Wissen, die Achtung und Wertschätzung unabhängig von Alter, Status oder Titel.
Unser Kumu lehrte uns "lele", loslassen, und dass es wichtig ist, auch mal "holo holo" zu machen, loszugehen, ohne bestimmten Plan. Danke, lieber Kumu Aikane!
Frühstück mit Spuren
Menschen, die dich lieben, lassen sich in ihren Gefühlen nicht beirren durch deine Fehler oder durch düstere Selbstvorwürfe, die du in dir trägst.
Wenn du dich dreckig fühlst, halten sie deine Schönheit hoch.
Wenn du zerschmettert am Boden liegst, gedenken sie deiner Ganzheit.
Wenn du dich schuldig fühlst, tragen sie deine Unschuld im Herzen,
und wenn du verwirrt bist, besinnen sie sich auf dein Lebensziel.
In das Leben hineintanzen
So hatten wir also eine Kursleiterin, wie sie besser nicht hätte sein können. Bea Remark ist eine dynamische Frau mit Witz und Bodenständigkeit, Durchsetzungskraft und strahlenden Augen. Ihre "heilige Wunde" ist eine spastische Lähmung, die sich hauptsächlich in den Beinen bemerkbar macht. Ihr Gang ist deshalb anders, als meiner. Trotzdem, oder sollte ich nicht besser sagen, gerade deshalb, war sie für diese tanztherapeutische Methode als Lehrerin und Vermittlerin geradezu ideal. Ihre Bewegungen waren von besonderer Qualität.
Obwohl in unserer Gruppe sonst niemand eine Körperbehinderung hatte, stellte sich doch heraus, dass wir alle, ausnahmslos alle, auf dem einen oder anderen Gebiet eingeschränkt waren.
Ich war zum ersten Mal in meinem Leben älteste Teilnehmerin in einem Kurs! Wenn ich also mit der 17 jährigen Anne tanzte, war klar, dass ich meine Beine nicht mehr bis hinter die Ohren schwingen kann, mir schneller die Puste ausging, mein Rücken sich mit Protest meldete. Anne wiederum war zunächst in den Bewegungen des HipHop verhaftet und es fiel ihr schwer, sich auf die ruhigen Übungen am Anfang einzulassen, die in der Stille, ohne Musik und nur in der Vorstellung und danach aufmerksamen, konzentrierten Bewegung ausgeführt wurden.
Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wie der Körper unsere Seele spiegelt! In einer Kontaktimprovisationsübung wurde mir wieder deutlich, dass ich locker meinen Partner, einen kräftigen, gut gebauten Mann, auf meinem Rücken tragen konnte, während es mir deutlich schwerer fiel, mich von ihm tragen zu lassen! Als es dann doch gelang, war es wie fliegen :-)
Körperarbeit ist auch immer Seelenarbeit. Manchmal hätte ich mehr Zeit gebraucht, um zwischen den Übungen zu reflektieren, nachzuspüren. So kam ich am Abend sehr erschöpft nach Hause. Denn die innere Bewegung ist nicht zu unterschätzen! Der Körper zeigt uns nicht nur unsere Möglichkeiten, sondern auch unsere Grenzen. Sehr oft beachten wir diese Grenzen nicht, weil wir einerseits im Leistungsdenken feststecken und im Konkurrenzkampf "höher, weiter, besser" und andererseits unsere Feinwahrnehmung größtenteils abhanden gekommen ist. Feinwahrnehmung braucht nämlich ZEIT und STILLE und das haben die meisten nicht.
Menschen mit Behinderung sind wie ein Spiegel für diesen von uns verdrängten Anteil: Die Sehnsucht nach Langsamkeit, Ruhe, Achtsamkeit, Sosein dürfen wie man ist, Verletzbarkeit. Umso schlimmer, wenn wir sie in unser System drängen wollen, indem wir versuchen, sie weitgehend uns gleich zu machen, oder indem wir sie aus unserem System verdrängen, weil sie angeblich nicht dasselbe leisten, wie wir! Beängstigend, dass wir fast nur "Systeme" haben, die festgefahren sind und keinerlei Flexibilität zulassen! Nahezu alle Institutionen, Firmen, Schulen usw. sind geprägt von einem festen System.
Ich habe viel von Bea gelernt, einfach im Zuschauen, Hinhören und der Bereitschaft verstehen zu wollen. Es ist nämlich überhaupt nicht wichtig, so glaube ich, jemanden zu perfektionieren, gleich zu machen. Viel wichtiger ist es, neugierig hinzusehen, wie der andere Mensch seine Möglichkeiten ausschöpft, und was ich dabei lernen kann. Optimieren können wir uns nämlich nur, indem wir unsere Verschiedenartigkeit wertschätzen, sie verknüpfen und uns damit spielerische Leichtigkeit erlauben. Dann wären wir alle fähig, den Tanz des Lebens zu genießen.
DanceAbility - Wer atmet, kann tanzen!
Im Labyrinth der Worte
Wenn sich Worte mit unserem Fühlen, mit unserem Herzraum verbinden, dann sind sie heilsam, transformierend, wie eine homöopathische Dosis.
Mir selbst wurde wieder einmal bewusst, wieviel Bedeutung Sprache in meinem Leben hat. Das Wort zu finden, das alle Ebenen meines Ausdrucks umfasst. Mich durch das Wort, durch die Sprache zu offenbaren, eröffnet mir weite Räume zum Spielen, Erleben, Reisen und den Menschen zu begegnen. Wie wunderschön ist es, wenn mir jemand die Töne abnehmen kann, die sprachlichen Bälle zuwirft, lyrisch, poetisch oder auch intellektuell.
Den Mutigen gehört das Leben und die Zeit
Immer ist es die Angst, die uns hindert, dem glücklichen Leben zu begegnen. Es ist die Angst, man könnte das alles ja wieder verlieren und diesen Schmerz, den will man vermeiden. Also besser gar nicht erst nach den Sternen greifen.
Da fallen uns so viele Ausreden ein wie: Ich habe keine Zeit. Dazu ein Zitat aus dem Buch "Die Kraft der Verbundenheit" von Beatrix Pfleiderer, nachdem sie die Begegnung mit den Delfinen hatte:
Sich die Zeit zu nehmen, mutig der eigenen Angst ins Auge zu blicken, ist nicht immer bequem, aber heilsam.
"Ich habe keine Zeit" ist einer der meistgehörten und gesprochenen Sätze in unserer Kultur. Wenn Zeit Begrenzung ist, lebt sie außerhalb von uns und ist Fremdbestimmung unserer Physiologie. Keine Zeit zu haben, bedeutet Begrenzung. Aber Zeit ist nicht zu haben. Sie ist keine Währung, die man hat, verliert, investiert oder spart. Zeit ist Sein. Und in dieser Dimension ist sie unendlich. Wenn man Zeit aus der Angst heraus lebt, ist dies krankmachend und tödlich. Wenn man Zeit aus der Liebe heraus lebt, ist es schöpferisch, lebenserschaffend. Der Satz "Ich habe keine Zeit" schneidet uns von der Liebe ab und überlässt uns der Angst"
Zu erfahren, dass wir keine Absicherungen brauchen, wenn wir dem lebendigen Leben vertrauen, macht frei.
unser verlorenes Paradies
Seit ich aus Hawai´i zurück bin, nehme ich manches hier bei uns ganz anders wahr, und leider nichts Gutes. Es gibt so viele Menschen, die eigentlich alles hätten zum Glücklichsein, die sich jedoch aus dem lebenslustigen Dasein von Vampiren aussaugen lassen, bis nichts mehr übrig bleibt, als ein jeglicher Sinne beraubtes Wesen. Mal ist es die Arbeit, der, gepeitscht vom Geltungsdrang, alle Zeit für Vergnügen geopfert wird, mal sind es Menschen, die sich nur stark fühlen können, wenn sie andere Menschen schwächen und ihnen ein schlechtes Gewissen einträufeln wie Gift, oder in subtiler Manipulation sich als Opfer darstellen und damit den anderen unter Druck setzen.
Fragt man sich, was wohl der tiefere Grund dafür ist, so kommt man doch immer wieder nur auf eine Antwort: Wir sehnen uns alle nach Liebe.
Doch bei uns scheint mir, hat die Gier und der Geltungsdrang der Liebe den Rang abgerungen. Das hektische Leben, die Angst, nie genug zu haben (Geld, Geld, Geld) nimmt den Menschen die Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit, und somit die Würde. Außer Angst bleibt kein Raum mehr für Gefühl. Man nennt das dann Depression. Und dafür gibt es Tabletten. Tabletten als Ersatz für Empfindung, Wahrnehmung. Ich weine darüber bittere Tränen, das dürft ihr mir glauben. Am schlimmsten ist es für mich, wenn ich auf Menschen treffe, die sensibel und wahrnehmungsfähig sind, aber in unserer erkalteten Gesellschaft keinen Raum haben, als krank eingestuft werden, wo vielleicht gerade sie die Gesunden sind!
Auf Hawai´í gibt es drei Worte, die die Insel prägen: Aloha (Liebe) Mahalo (Danke) Ohana (Familie, Gemeinschaft). Ich habe noch nie so oft das Wort Danke gehört. Selbst in einem Laden, wo ich nichts gekauft habe, aber geschaut und probiert habe, wurde beim Abschied Danke gesagt. Und vielleicht war es dieses Danke, das mich später wiederkommen ließ. Liebe, Aloha, findet sich überall. Sie ist in der Natur genauso präsent, wie in jeder einzelnen Begegnung. Die Insel öffnet deine Sinne und macht dich durchlässig - sofern du es erlaubst.
Auffällig war, dass die Menschen dir immer in die Augen sehen und niemals deine Kleidung, also dein Äußeres taxieren. Wer du bist, wollen sie wissen, wer du wirklich bist, und ob du Aloha in dir trägst. Und wenn sie dann dieses Aloha erkennen, strahlt etwas auf. Dann hast du die Chance, Teil der Ohana zu werden, aufgenommen zu werden in die Familie.
Bei uns wird viel diskutiert über Wohngemeinschaften, gerade im Hinblick auf das Alter (und wieder ist es die Angst, die uns leitet). Man überlegt, wie das wirtschaftlich, finanziell und rechtlich aussehen kann. Wie lächerlich und kleinkariert kommt mir das nun vor! Aber wie sollte es auch anders gehen, wenn jegliche Beziehungsfähigkeit verloren gegangen ist? Wenn wir glauben, Beziehung und Gemeinschaft sei eine Sache, die man bürokratisch regeln und absichern kann?
Mir ist klar geworden: Wer seiner Sinne beraubt ist, seinen Körper und seine Seele der Geltungssucht opfert, wer sich keine Zeit mehr gönnt, die Natur zu erleben, wer gejagt ist von Angst um das Geld, wer die Wahrnehmung für die feinen Schwingungen zwischen uns Menschen verloren hat, nicht mehr sehen kann, dass wir Menschen für das Leben als fruchtbar pulsierendes Dasein gemacht sind, der ist nicht beziehungsfähig, nicht liebesfähig, nicht gemeinschaftsfähig und hat keinerlei Chance, seiner innerlichen Vereinsamung zu entrinnen.
Wir brauchen nicht mehr Geld, wir brauchen unsere Wahrnehmungsfähigkeit, unsere Empfindungsfähigkeit, denn nur die lassen uns Verbundenheit spüren, und somit die Essenz, die das Leben ausmacht: LIEBE
Fragt man sich, was wohl der tiefere Grund dafür ist, so kommt man doch immer wieder nur auf eine Antwort: Wir sehnen uns alle nach Liebe.
Doch bei uns scheint mir, hat die Gier und der Geltungsdrang der Liebe den Rang abgerungen. Das hektische Leben, die Angst, nie genug zu haben (Geld, Geld, Geld) nimmt den Menschen die Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit, und somit die Würde. Außer Angst bleibt kein Raum mehr für Gefühl. Man nennt das dann Depression. Und dafür gibt es Tabletten. Tabletten als Ersatz für Empfindung, Wahrnehmung. Ich weine darüber bittere Tränen, das dürft ihr mir glauben. Am schlimmsten ist es für mich, wenn ich auf Menschen treffe, die sensibel und wahrnehmungsfähig sind, aber in unserer erkalteten Gesellschaft keinen Raum haben, als krank eingestuft werden, wo vielleicht gerade sie die Gesunden sind!
Auf Hawai´í gibt es drei Worte, die die Insel prägen: Aloha (Liebe) Mahalo (Danke) Ohana (Familie, Gemeinschaft). Ich habe noch nie so oft das Wort Danke gehört. Selbst in einem Laden, wo ich nichts gekauft habe, aber geschaut und probiert habe, wurde beim Abschied Danke gesagt. Und vielleicht war es dieses Danke, das mich später wiederkommen ließ. Liebe, Aloha, findet sich überall. Sie ist in der Natur genauso präsent, wie in jeder einzelnen Begegnung. Die Insel öffnet deine Sinne und macht dich durchlässig - sofern du es erlaubst.
Auffällig war, dass die Menschen dir immer in die Augen sehen und niemals deine Kleidung, also dein Äußeres taxieren. Wer du bist, wollen sie wissen, wer du wirklich bist, und ob du Aloha in dir trägst. Und wenn sie dann dieses Aloha erkennen, strahlt etwas auf. Dann hast du die Chance, Teil der Ohana zu werden, aufgenommen zu werden in die Familie.
Bei uns wird viel diskutiert über Wohngemeinschaften, gerade im Hinblick auf das Alter (und wieder ist es die Angst, die uns leitet). Man überlegt, wie das wirtschaftlich, finanziell und rechtlich aussehen kann. Wie lächerlich und kleinkariert kommt mir das nun vor! Aber wie sollte es auch anders gehen, wenn jegliche Beziehungsfähigkeit verloren gegangen ist? Wenn wir glauben, Beziehung und Gemeinschaft sei eine Sache, die man bürokratisch regeln und absichern kann?
Mir ist klar geworden: Wer seiner Sinne beraubt ist, seinen Körper und seine Seele der Geltungssucht opfert, wer sich keine Zeit mehr gönnt, die Natur zu erleben, wer gejagt ist von Angst um das Geld, wer die Wahrnehmung für die feinen Schwingungen zwischen uns Menschen verloren hat, nicht mehr sehen kann, dass wir Menschen für das Leben als fruchtbar pulsierendes Dasein gemacht sind, der ist nicht beziehungsfähig, nicht liebesfähig, nicht gemeinschaftsfähig und hat keinerlei Chance, seiner innerlichen Vereinsamung zu entrinnen.
Wir brauchen nicht mehr Geld, wir brauchen unsere Wahrnehmungsfähigkeit, unsere Empfindungsfähigkeit, denn nur die lassen uns Verbundenheit spüren, und somit die Essenz, die das Leben ausmacht: LIEBE
unsterblich verliebt
Vielleicht ist es ein bisschen wie im Märchen vom Froschkönig, nur dass es sich bei mir um eine Meeresschildkröte handelt, genauer gesagt um einen Meeresschildkrötenmann, in den ich mich unsterblich verliebt habe.
Wie ich weiss, dass er männlich ist? Nun ja, als ich ins Wasser stieg, schoss er geradewegs auf mich zu, umrundete mich mehrmals und streichelte mir dabei immer wieder mit der Flosse das Bein. Sowas tun doch nur Männer, oder? ;-)
Die Meeresschildkröten auf Hawai´i sind geschützt und man darf ihnen nicht näher kommen als bis zu 5 Metern. Es war mir nicht möglich, diesen Abstand zu halten, denn das Tier kam immer wieder zu mir, streckte den Kopf aus dem Wasser, und es sah aus, als lächelte es mich verschmitzt an.
Ich setzte mich auf einen Felsen und sang ihm meine Schamanengesänge vor. Jetzt wollte er noch näher kommen. Geduldig suchte er sich den Weg an der schorfigen Lava vorbei, näher zu mir. Wenn es auf die eine Weise nicht ging, navigierte er elegant und in vollkommener Gelassenheit in die andere Richtung, präzise, fast tänzerisch gleitete er durchs Wasser mit seinen flügelartigen Flossen. Ganz ruhig wurde ich dabei. Der Schildkrötenmann strahlte eine unendliche Vertrautheit aus und eine Fürsorglichkeit. Das ganze Wissen der Urmeere in sich tragend vermittelte er mir Urvertrauen.
Normalerweise hätte ich Angst vor so großen, fremden Tieren. Mein Schildkrötenmann ist sicher 1,50 m groß und stark, mit einem Panzer in Herzform. Ja, ein großes Herz hat er. Nun habe ich, wie jede Verliebte, schreckliche Sehnsucht nach ihm, nach den Stunden am Strand, die wir zusammen verbrachten in einer solchen Ruhe und Selbstvergessenheit. Mein Ipo Honu ist weit weg, tummelt sich im warmen Meer und sonnt sich auf den schwarzen Lavafelsen, wärend ich mich hier an die Kälte und den Schnee gewöhnen muss...
Wie ich weiss, dass er männlich ist? Nun ja, als ich ins Wasser stieg, schoss er geradewegs auf mich zu, umrundete mich mehrmals und streichelte mir dabei immer wieder mit der Flosse das Bein. Sowas tun doch nur Männer, oder? ;-)
Die Meeresschildkröten auf Hawai´i sind geschützt und man darf ihnen nicht näher kommen als bis zu 5 Metern. Es war mir nicht möglich, diesen Abstand zu halten, denn das Tier kam immer wieder zu mir, streckte den Kopf aus dem Wasser, und es sah aus, als lächelte es mich verschmitzt an.
Ich setzte mich auf einen Felsen und sang ihm meine Schamanengesänge vor. Jetzt wollte er noch näher kommen. Geduldig suchte er sich den Weg an der schorfigen Lava vorbei, näher zu mir. Wenn es auf die eine Weise nicht ging, navigierte er elegant und in vollkommener Gelassenheit in die andere Richtung, präzise, fast tänzerisch gleitete er durchs Wasser mit seinen flügelartigen Flossen. Ganz ruhig wurde ich dabei. Der Schildkrötenmann strahlte eine unendliche Vertrautheit aus und eine Fürsorglichkeit. Das ganze Wissen der Urmeere in sich tragend vermittelte er mir Urvertrauen.
Normalerweise hätte ich Angst vor so großen, fremden Tieren. Mein Schildkrötenmann ist sicher 1,50 m groß und stark, mit einem Panzer in Herzform. Ja, ein großes Herz hat er. Nun habe ich, wie jede Verliebte, schreckliche Sehnsucht nach ihm, nach den Stunden am Strand, die wir zusammen verbrachten in einer solchen Ruhe und Selbstvergessenheit. Mein Ipo Honu ist weit weg, tummelt sich im warmen Meer und sonnt sich auf den schwarzen Lavafelsen, wärend ich mich hier an die Kälte und den Schnee gewöhnen muss...
Die Insel der Vielfalt
![]() | ||
| Das türkise Haus in Pahoa |
![]() |
| Big Island ist wild, ungezähmt und fruchtbar |
Einen Monat verbrachte ich auf der Insel, die so vielschichtig ist, dass es fast unbeschreiblich ist.
Wild ist die Insel des Aloha-Spirit. Fruchtbar und unbezähmbar.
![]() |
| eine Hibishusblüte als Geschenk für Pele |
![]() |
| Honu, die Meeresschildkröte, mein Aumakua |
Es entstand eine wunderbare sehr berührende Begegnung. Die Honus "sprachen" zu mir...
Die schönsten Orte auf der Insel muss man sich verdienen. Nichts ist gerade mal so zu haben. Die scharfkantigen Lavafelsen sind wie Hüter der feinsandigen schwarzen Strände. Dschungelartige Landschaften haben keine bequemen Wege und selten Schilder.
Wir konnten kaum planen, nur der Augenblick zählte, das Geschenk des Jetzt. Gespannt sein, auf das, was kommen wird, was Pele bereit ist zu geben.
Abonnieren
Posts (Atom)










